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Lokalsport: Die letzte Chance für den TV Korschenbroich

Lokalsport : Die letzte Chance für den TV Korschenbroich

Nur ein Sieg morgen Abend über Menden hilft Handball-Drittligist im Abstiegskampf. Weitere Personalentscheidungen gefallen.

Personell klären sich langsam die Fronten beim TV Korschenbroich. Nach den Zugängen von Trainer Dirk Wolf und dessen Sohn Mats (beide von Adler Königshof) und den Zusagen von Philip Schneider, Tim Dicks und Felix Krüger stehen jetzt auch die ersten Abgänge beim abstiegsgefährdeten Handball-Drittligisten fest.

Neben Julian Mumme, der zum TV Aldekerk zurückkehrt (die NGZ berichtete), teilte auch Erik Hampel den neuen TVK-Verantwortlichen mit, dass für ihn nach einer Spielzeit Schicht ist in der Waldsporthalle. Wohin es den Ex-Dormagener zieht, ließ er offen. Seinerseits teilte der TVK Mathis Pötzsch und Luca Bohrmann mit, dass er nicht über das Saisonende hinaus mit den im Sommer vom TSV Bayer Dormagen nach Korschenbroich gewechselten Außenspielern plant. "Wir danken Julian, Erik, Mathis und Luca für die Gespräche und für ihr Engagement", sagt Handball-Abteilungsleiter Walter Hintzen, wohlwissend, dass er das Quartett noch benötigt im Kampf gegen den immer wahrscheinlicher werdenden Abstieg aus der Dritten Liga West.

In dem könnten sich morgen bereits die Fronten klären. Holen die Korschenbroicher aus dem Aufeinandertreffen mit Aufsteiger SG Menden Sauerland Wölfe (19.30 Uhr, Waldsporthalle) keine zwei Punkte, dürfte der Klassenerhalt selbst über den Umweg einer möglichen Abstiegsrelegation der Tabellendrittletzten kaum machbar sein - von einer direkten Rettung ganz zu schweigen.

Denn nachdem sich der OHV Aurich am vergangenen Sonntag mit 23:22 gegen die HSG Lemgo II durchsetzte, trennen den TVK bereits sechs Zähler von diesem drittletzten Rang. Ebenso viele sind es zum ersten Nicht-Abstiegsplatz, den derzeit die Lemgoer Bundesliga-Reserve innehat. 19 ist die magische Zahl: Genau so viele Punkte hatten in den vergangenen vier Spielzeiten jeweils die Drittletzten, die sich allesamt über die Relegation retten konnten. Zum direkten Verbleib in der Dritten Liga waren im Westen in den vergangenen vier Jahren mindestens 20 Punkte nötig.

Das macht die Bedeutung der morgigen Partie deutlich. Denn den Korschenbroichern bleiben nur noch 13 Spiele, um die mindestens notwendigen 14 Punkte zu holen. Gegen die ersten Sechs der Tabelle dürfte das ein unmögliches Unterfangen sein. Bleiben also die drei Duelle mit Menden, Lemgo und Ahlen, die als einzige von den "direkten" Konkurrenten noch in die Waldsporthalle müssen, und die vier Partien in Aurich, Gummersbach, Minden und bei den Bergischen Panthern. Von diesen sieben Spielen darf der TVK eigentlich keines verlieren.

Das morgige schon gar nicht. Mut macht das Hinspiel, in dem die Korschenbroicher mit dem 21:20 ihren bisher einzigen Auswärtssieg feierten. "Da standen wir sehr gut in der Deckung und Max Jäger hatte einen Sahnetag erwischt", erinnert sich Trainer Ronny Rogawska. Weniger Mut macht die Statistik, nach der die Sauerland Wölfe hernach elf ihrer 13 Punkte holten und dabei in Leichlingen, in Longerich und gegen Krefeld gewannen. Rogawska fordert für morgen Abend eine ähnliche Deckungsleistung wie im Hinspiel: "Wir müssen da aggressiv zur Sache gehen und kompakt stehen. Und das Zusammenspiel zwischen Abwehr und Torhüter muss besser funktionieren." Vor allem aber sagt der Däne, "muss meine Mannschaft als Kollektiv auftreten, nur so können wir in dieser Liga erfolgreich spielen." Das sich rasant drehende Personalkarussell dürfte da nicht unbedingt förderlich sein.

(NGZ)