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Korschenbroich: Die Hauptschule Kleinenbroich ist gerettet

Korschenbroich : Die Hauptschule Kleinenbroich ist gerettet

Schulleiter Dieter Roland kann aufatmen: "Wir haben jetzt doch 18 feste Anmeldungen und können für das kommende Hauptschuljahr eine Eingangsklasse bilden." Am Dienstag teilte Roland dem 20-köpfigen Lehrerkollegium die gute Nachricht mit.

Die Briefe an die Eltern müssten heute eintreffen. Die aufgestockte Schülerzahl ändert aber nichts an der Tatsache: Die Städtische Hauptschule in Kleinenbroich bleibt angezählt. "Wir werden wie geplant die Sitzung des Schulausschusses auf den 3. Mai vorziehen und über die Zukunft unserer Schullandschaft nachdenken", erklärte Bürgermeister Heinz Josef Dick auf Anfrage.

Für ihn ist der Zeitgewinn wichtig: "Dann können wir in Ruhe entscheiden." Heinz Josef Dick will der Politik vorschlagen, bereits für das Schuljahr 2013/14 eine Sekundarschule zu bilden. Diese Schulform würde dann auf Dauer die Haupt- und die Realschule ersetzen. "Wir machen keine der beiden Schulen dicht", gab Dick bereits in der Vorwoche Entwarnung. "Die Klassen werden zunächst auslaufen." Erste Gespräche mit Dieter Roland und Martina Bartels-Walther von der Realschule hat der Bürgermeister bereits geführt.

Für Roland ist die aktuelle Entwicklung wie ein Geschenk. Der engagierte Schulleiter denkt dabei an die Eltern, die ihre Kinder bewusst an seiner Schule angemeldet hatten und möglicherweise leer ausgegangen wären, und an sein Kollegium. Einige der 20 Pädagogen traten gestern — völlig ahnungslos — nach zwei Ferienwochen ihren Schuldienst an. Ihnen war verborgen geblieben, dass sich nicht ausreichend Schüler für eine Eingangsklasse angemeldet hatten.

Das ist jetzt anders: In der Post kleckerten noch Anmeldungen hinterher. Damit gibt's jetzt für die Hauptschule 18 "richtige" Anmeldungen. Hinzu kommen fünf Förderschüler, die bei einer Klassenbildung von der Bezirksregierung aber nicht gezählt werden. "Ein Geschwisterpaar hat uns gerettet", so Roland. "Die Eltern hatten sich für einen Umzug entschieden, zu dem Wohnungswechsel kam es aber nicht." Grünes Licht für die Klassenbildung gab's auch von der Schulrätin Christa Banisch.

(NGZ)