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Korschenbroich: Die Eigenbetriebe müssen jetzt schrittweise umziehen

Korschenbroich : Die Eigenbetriebe müssen jetzt schrittweise umziehen

Die Verlagerung der beiden städtischen Eigenbetriebe "Abwasser" und "Stadtpflege" an einen gemeinsamen neuen Standort im Gewerbegebiet Püllenweg kann nicht wie gewünscht vonstattengehen. Das vom Stadtrat genehmigte Investitionsvolumen von 3,75 Millionen Euro für Grunderwerb und Neubau reicht nach allen Berechnungen nicht aus. Darüber unterrichteten Bürgermeister Heinz Josef Dick und Fachbereichsleiter Georg Onkelbach jetzt den Gemeinsamen Betriebsausschuss.

Seit rund eineinhalb Jahren befindet sich die Stadt in den Vorplanungen. Zunächst sollte das Projekt über einen Generalunternehmer abgewickelt werden. Nach Wertung des Vergabeverfahrens wurde die dazugehörige Ausschreibung jedoch wieder aufgehoben. Stattdessen wurden drei Architekturbüros angesprochen. Da auch sie keine Kostensicherheit garantieren konnten, wurde erneut ein Generalunternehmer hinzugezogen. "Wir geraten wieder in die Bredouille, das Gesamtvolumen zu überschreiten. Deshalb möchten wir vom Generalunternehmer wieder Abstand nehmen", sagte Dick. Zum jetzigen Zeitpunkt ist nach Ansicht der Stadtverwaltung eine Komplettverlagerung der Betriebe im Rahmen des zur Verfügung stehenden Budgets nicht möglich. Da die Zeit jedoch drängt, soll nun als erstes der technische Bereich der Stadtpflege an den Püllenweg verlagert werden. Für die Abwasserbetriebe sowie die Verwaltung beider könnten zunächst andere Lösungen gefunden werden, so Fachbereichsleiter Onkelbach. Im Verwaltungsgebäude Hindenburgstraße 56 seien Büroräume für die kaufmännischen Bereiche der Eigenbetriebe frei. "Wohlwissend darf das kein endgültiges Ziel sein", so Onkelbach. Dem Vorschlag stimmte der Ausschuss einvernehmlich zu.

"Wir stehen unter Zugzwang. Es ist richtig, die technischen Betriebe zuerst zu verlagern. Aber wir müssen dort solide bauen, damit der Gesamtbetrieb verlagert werden kann, wenn wir das Geld dafür zur Verfügung haben", sagte Hans-Willi Türks (CDU). Um das eigentliche Ziel nicht aus den Augen zu verlieren, regte Udo Bartsch (SPD) dennoch eine grobe Kostenschätzung für das Gesamtprojekt an.

(stef)