WM-Tagebuch Die Strapazen haben sich gelohnt

Dormagen · Patrick und Ian Hüter vom TSV Bayer Dormagen berichten bei der Handball-WM in Polen und Schweden von ihren Erlebnissen mir der US-amerikanischen Nationalmannschaft. Mit dem Sieg gegen Belgien haben die USA für ein weiteres Highlight gesorgt.

Ian Hüter, Nick Braun und Patrick Hüter (v.l.) bei der WM nach dem Spiel USA gegen Belgien.

Ian Hüter, Nick Braun und Patrick Hüter (v.l.) bei der WM nach dem Spiel USA gegen Belgien.

Foto: Hüter

So haben wir uns den Abschluss unserer ersten Handball-Weltmeisterschaft vorgestellt. Ian und ich und natürlich wir als Mannschaft wollten unbedingt den Sieg gegen Belgien einfahren und das ist uns mit dem 24:22-Erfolg auch gelungen. Damit haben wir bei der für die USA ohnehin historischen WM mit dem ersten Sieg überhaupt noch einen draufgesetzt. Der Erfolg gegen Marokko, der letztlich die Qualifikation für die Hauptrunde brachte, war schon etwas ganz Besonderes. Und nun auch noch der Erfolg gegen Belgien. Schon bei der Vorbereitung konnte man merken, dass Anspannung und Motivation in unserer Mannschaft besonders hoch waren. Wir wollten aggressiv decken und vorne geduldig spielen, das hat dann ganz gut geklappt. Viel zu verdanken haben wir unserem Torwart Pal Merkovszky, der überragend gehalten hat. Für mich hat die Partie bekanntlich noch mal einen ganz besonderen Aspekt bereitgehalten. Schließlich hat auf der Gegenseite Nick Braun gespielt, der Bruder meiner Freundin Pia. Natürlich war Nick hinterher enttäuscht, hat mir aber fair gratuliert. Ich denke, dass wird ziemlich schnell abgehakt sein. Ian und ich sind natürlich noch euphorisch, wobei wir aus den USA noch keine besonderen Reaktionen auf unser historisches Abschneiden erhalten haben. Aber dann heben wir uns die Einladung ins Weiße Haus eben für 2028 auf, wenn wir bei den Olympischen Spielen von Los Angeles eine Medaille holen. Na gut, dass ist eher unrealistisch, aber diese WM hat auf jeden Fall Lust auf mehr gemacht. Die Strapazen der Qualifikation, der Vorbereitung und des Turniers haben sich auf jeden Fall gelohnt, wir nehmen unvergessliche Erinnerungen mit und haben jedes Spiel genossen. Zum Glück ist die ganze Mannschaft ohne Verletzung und ohne Erkrankung durch das Turnier gekommen. Jetzt reisen Ian und ich zunächst nach Hause, steigen aber schon am Freitag wieder ins Mannschaftstraining ein. Auch in unserem ersten Punktspiel am Samstag gegen das Gastteam von Zaporozhye sind wir dann schon wieder dabei. Wir haben aber mit unserem Trainer Matthias Flohr abgesprochen, dass wir viel auf der Bank sitzen und hauptsächlich dann zum Einsatz kommen, wenn einer der anderen Spieler mal eine Pause braucht.    

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