Lokalsport : Die Bäuche voll geschlagen

Sieht verstärkt danach aus, als halte auch die 24. Auflage des Quirinus-Cups das, was sich die Handball-Experten von ihr versprochen haben. Seit Freitag wird an Rhein und Erft in zwölf Hallen gespielt. Das Ziel ist klar: Die Endrunde, die am Samstag Nachmittag ab 14 Uhr wieder für eine bis zum Zerbersten volle Stadionhalle sorgen dürfte.

Und was die Jungs und Mädels besonders aus dem Osten Europas so alles drauf haben, zeigten sie bereits in Testspielen vor dem offiziellen Turnierbeginn. Obwohl ihnen noch die zweitägige Busreise in den Knochen steckte, bot etwa die männliche A-Jugend von Olimpus 85 Chisinau dem Oberligisten Neusser HV ernsthaft Paroli.

Nach dem 37:32-Sieg (21:17) seiner Schützlinge über den Gast aus Moldawien resümierte NHV-Trainer Christoph Schon: "Der Gegner war uns körperlich überlegen, dafür waren wir läuferisch besser." In weiteren Partien setzte sich die weibliche C-Jugend der Auswahl Rijekas mit 30:15 bei der DJK BTB Aachen durch, ihre männlichen Altersgenossen unterlagen in der Kaiserstadt knapp mit 33:34. Zwei Siege gelangen auch dem Nachwuchs der Sportschule Kiew in den Vergleichen mit der HSG Remscheid: Die männliche B-Jugend gewann mit 32:17, die C-Jugend mit 28:23.

Wichtiger noch als auf dem Spielfeld zu glänzen, war für die von zum Teil sehr langen Anreisen gestressten Jugendlichen gestern jedoch, sich ordentlich die Bäuche voll zu schlagen. Dem trug zum Beispiel das Unternehmen Hydro Aluminium Rechnung, das am Mittag seine Kantine zur Verfügung stellte.

Das Angebot nutzten die Ungarn, Honved Budapest und Dunaferr SE, der Goldberger SE, Olimpus Chisinau, Brovari Kiew und natürlich der Baekkelagets SK aus Oslo, wo das Unternehmen seinen Hauptsitz hat. Dukla Prag stillte den sicherlich großen Appetit bei McDonald's an der Niederstraße, die Entsorgungsgesellschaft Niederrhein (EGN) in Grevenbroich nahm sich der Teams aus Krasnodar an. Die Isländer aus Reykjavik schließlich waren zu Gast im Tennisheim des TC Holzheim.

Ihre erste Nacht verbrachten die meisten Handballer im Schulzentrum an der Weberstraße, Herberge für rund 1500 Jugendliche. Das Dorint Hotel nahm 500 Gäste auf, das Holiday Inn 60. Darüber hinaus sind viele der Sportler während des dreitägigen Turniers in Gastfamilien untergebracht.

(NGZ)