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Die Aussichten für Bezirklsliga-Teams aus dem Rhein-Kreis Neuss

Fußball-Bezirksliga : Zwischen Meisterkampf und Kellerkrimi

In der neuen Saison der Fußball-Bezirksliga ist der VfL Jüchen-Garzweiler aus dem Rhein-Kreis Neuss der Topfavorit auf den Meistertitel. Mit dabei sind noch sechs weitere heimische Teams in zwei Gruppen. So steht es um die Chancen.

Die neue Saison der Fußball-Bezirksligasaison beginnt am Samstag in Gruppe 1 mit dem Gastspiel der DJK Gnadental bei Landesliga-Absteiger SW Düsseldorf. Für die Teams aus dem Rhein-Kreis Neuss eine Gruppe mit starker Konkurrenz. Teutonia Kleinenbroich spielt als einziges heimisches Team in Gruppe 3. Wir wagen eine Prognose zu den Aussichten der Kreisvertreter.

VfL Jüchen-Garzweiler Bereits in der abgelaufenen Saison spielte die Viktoria lange um den Aufstieg mit, wurde trotz des Vereinsrekordes von 22 Saisonsiegen dennoch nur Tabellenzweiter. In Nils Friebe (Auslandsstudium) und Adama Bance (Karriereende) verlor der VfL zwei Leistungsträger. Mit Mohamed Aziz Abassi (SV Uedesheim) wurde ein Sturmersatz für Nils Friebe gefunden. In Torhüter Lirim Iberdamaj und dem Japaner Fumihiro Tabuse kamen noch zwei weitere Spieler dazu, wobei Tabuse wegen eines in der Vorbereitung erlittenen Kreuzbandrisses lange fehlen wird. Der Königstransfer kam aber bereits im Winter. Der ehemalige 2. Liga-Profi Tim Heubach wurde schnell zum Leistungsträger in der Innenverteidigung. Jüchen-Garzweiler geht als Aufstiegsfavorit in die neue Saison, dennoch könnte der dünne Kader noch zu einem Problem werden. Wenn die Mannschaft jedoch weitgehend verletzungsfrei bleibt, wird es schwer, den VfL aufzuhalten.

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DJK Gnadental Der Tabellenfünfte der vergangenen Spielzeit hat in Sebastian Michalsky einen neuen Chef an der Seitenlinie. Im Sommer wurde der Kader punktuell mit Landesliga-erfahrenen Akteuren verstärkt. Auch in dieser Saison kann Gnadental wieder ganz oben mitmischen, dennoch schwächelten sie 2021/2022 zu häufig gegen vermeidlich kleinen Gegnern. Wenn die Mannschaft das neue System von Michalsky schnell verinnerlichen kann, ist ein Platz unter den besten Drei möglich für die DJK.

 Ex-Profi Tim Heubach ist Leistungsträger in Jüchen.
Ex-Profi Tim Heubach ist Leistungsträger in Jüchen. Foto: VfL

TSV Bayer Dormagen Nach einem enttäuschenden siebten Rang in der Vorsaison fand beim TSV in diesem Sommer ein großer Umbruch statt. Acht Neuzugänge gilt es nun zu integrieren. In Niclas Kuypers und Alexander Hauptmann konnten die Verantwortlichen zwei Stürmer aus der Landesliga ins Boot holen. Somit konnte Bayer seine größte Schwachstelle beheben. Die Dormagener sind bestens gerüstet, um oben anzugreifen. Es ist eine klare Leistungssteigerung der Mannschaft zu erwarten, so dass sie am Ende der Saison ein Platz zwischen Platz drei und fünf drin sein sollte.

BV Wevelinghoven Der BVW konnte als Achter der abgelaufenen Spielzeit zufrieden sein. Dennoch trennte der Verein sich kurz vor Saisonende von Trainer Maik Odenthal. Seine Nachfolge trat Jesco Neumann an. Durch die Verpflichtung von Oliver Esser (Holzheimer SG) konnten sich die Grevenbroicher in der Abwehr noch mal verstärken. Das große Manko des BVW war die Offensive. Daher musste ein neuer Stürmer her. Der 37-jährige Tayfun Kula kam, wie der neue Trainer, vom TuS Grevenbroich. Der Klassenerhalt wird kein Selbstläufer, die Konkurrenz ist stark, dennoch wird der Wevelinghovener Zusammenhalt im Abstiegskampf Wirkung zeigen und wohl ein weiteres Jahr Bezirksliga bringen.

 Nando Riccio trainiert neuerdings Rommerskirchen.
Nando Riccio trainiert neuerdings Rommerskirchen. Foto: FuPa/Fupa

SG Rommerskirchen-Gilbach In der Saison 2021/22 war die Abstiegsgefahr erst am vorletzten Spieltag gebannt. Interimstrainer Axel Neef, der Kevin Hahn abgelöste hatte, übergab die Verantwortung im Sommer an Nando Riccio. Er steht für offensives Pressing und Umschaltspiel. Der beste Torschütze des Vereines, Meikel Kupper, wechselte zum Horremer SV. Die entstandene Lücke soll Don Schreiber von Wacker Obercastrop aus der Westfalenliga schließen. Trotz der für die Liga ungewöhnliche großen Anzahl an Fans wird die SG Rommerskirchen/Gilbach es nicht leicht haben. Der Abstiegskampf wird für den neuen Trainer in seiner ersten Saison wohl kaum zu verhindern sein.

VdS Nievenheim Die Mannschaft von Trainer Daniel Köthe schaffte souverän den Aufstieg. Dennoch war es für Kevin Buttchereit, Tim Dziggel, Florian Korpel, Fabian Ropertz und Gregor Siatecki die letzte Saison. Die ehemaligen Oberliga-Kicker beendeten ihre Karriere. Zudem fällt die Stamminnenverteidigung, bestehend aus Sascha Pelka und Matthias Keutmann, auf unbestimmte Zeit aus. Trotz der vielen Abgänge konnte VdS Nievenheim im 18-jährigen Özgür Akinci nur einen neuen Spieler vorstellen. Der Aufsteiger geht mit einem schwächeren Kader in die Saison als in der vergangenen Spielzeit. Die Leistungsträger mit Oberligaerfahrung sind aus dem besten Fußballalter raus. Der Abstiegskampf ist programmiert, der Klassenerhalt eine Herkulesaufgabe.

SC Teutonia Kleinenbroich. Nach dem Abstieg aus der Landesliga musste sich die Teutonia neu aufstellen und holte in Peter Vieten (zuletzt PSV Mönchengladbach) einen neuen Trainer. Er brachte gleich drei seiner ehemaligen Spieler mit. Insgesamt bestand der Umbruch aus je fünf Ab- und Zugängen. Einige Leistungsträger der Vergangenheit blieben aber. Der Wiederaufstieg ist kein Thema. In der Bezirksliga, Gruppe 3, wird sich Teutonia weder im Aufstiegsrennen noch im Kellerkampf wiederfinden. Der Absteiger wird wohl einen Platz im oberen Mittelfeld belegen.