DHC Rheinland : DHC besiegt schwache Gäste

Nach der TSG Friesenheim hat der DHC Rheinland gestern Abend auch die HSG Ahlen-Hamm zum Sturz in die 2. Liga verurteilt. Durch den 33:28-Sieg dürfte den Dormagenern der drittletzte Tabellenplatz nicht mehr zu nehmen sein.

Wäre es eine ganz normale Saison, könnte der Dormagener HC Rheinland jetzt für die Relegation planen. Denn nach dem 33:28-Sieg (Halbzeit 17:14) gestern Abend vor 2186 Zuschauern im heimischen Sportcenter über die HSG Ahlen-Hamm dürfte der Handball-Bundesligist angesichts von drei Punkten Vorsprung auf die hinter ihm platzierten Teams kaum noch vom drittletzten Tabellenplatz zu verdrängen sein.

Doch wegen des laufenden Insolvenzverfahrens stehen die Dormagener schon seit geraumer Zeit als Absteiger fest, so dass sie voraussichtlich die TSG Friesenheim und den gestrigen Gegner mit in die Zweite Bundesliga nehmen werden – vorausgesetzt, das unabhängige Schiedsgericht der Handball-Bundesliga widerspricht den Entscheidungen von Lizenzierungs-Kommission und HBL-Präsidium und erteilt den Dormagenern doch noch eine Lizenz. Das Gericht, so ließ Insolvenzverwalter Dirk Andres gestern Abend wissen, kommt am Montag in Minden zu einem ersten Anhörungstermin zusammen, ein Urteil wird an diesem Tag jedoch noch nicht erwartet.

Rein sportlich hätten die Dormagener die erneute Teilnahme an der Relegationsrunde auch vollauf verdient, denn wie zuletzt schon gegen die Kellerkinder aus Melsungen, Friesenheim und Balingen waren sie auch gestern gegen den Aufsteiger aus Ahlen-Hamm die bessere Mannschaft. Und das, obwohl sie zu keiner Zeit an die zuletzt gezeigten starken Leistungen in eigener Halle anknüpfen konnten. Doch das reichte, um zwar motivierte, aber spielerisch ergreifend schlichte Gäste in Schach zu halten.

Die weitaus größte Schwierigkeit auf Dormagener Seite dürfte gestern Abend gewesen sein, zu realisieren, dass man schlecht spielen und dennoch in Führung liegen kann, denn das war ihnen in der bisherigen Spielzeit noch nicht gelungen.

Wäre nicht der nach 14 Minuten eingewechselte Torhüter-Oldie Torsten Friedrich im zweiten Durchgang zu großer Form zwischen den Gäste-Pfosten aufgelaufen, die Sache wäre vermutlich noch nicht einmal spannend geworden. So aber entwickelte sich doch noch eine hektische Schlussphase, denn die Hausherren blieben ausgerechnet nach ihrer ersten Sechs-Tore-Führung, dem 27:21 durch Fabian Böhm (48.), fünfeinhalb Minuten ohne Torerfolg.

Das nutzte die HSG Ahlen-Hamm, um auf 25:27 (51.) zu verkürzen. Doch der DHC behielt auch gegen die nun offene Deckung der Gäste klaren Kopf und profitierte davon, dass Jens Vortmann in der Schlussphase seinem Gegenüber in nichts nachstand. Der 33:28-Sieg war denn auch in dieser Deutlichkeit vollkommen verdient.

(NGZ)