Skaterhockey : Nur die Alt-Adler patzen im Pokal

Jugend und Schüler der Crash Eagles holen den „Pott“ nach Kaarst.

Da hatten die Jungadler so schön vorgelegt am Finaltag des Deutschen Skaterhockey-Pokals in der Oberhausener Karlheinz-Pflugbeil-Arena, doch das Bundesliga-Team der Kaarster Crash Eagles konnte die Steilvorlage von Jugend und Schülern nicht nutzen: Im Endspiel musste sich der Deutsche Meister seinem „Angstgegner“ SHC Rockets Essen mit 6:9 geschlagen geben – und das aufgrund einer mangelhaften Chancenverwertung nicht einmal unverdient.

„Glückwunsch an Essen, die haben clever gespielt,“ sagte Trainer Georg Otten, „der finale Torabschluss macht halt den Unterschied aus und da war Essen besser,“ lautete sein Fazit. Weil er gleichzeitig Vorsitzender des Gesamtvereins ist, durfte er mit dem von den Oberhausen Miners gut ausgerichteten Finaltag gleichwohl zufrieden sein.

Der hatte gleich gut begonnen für die Kaarster, denn im Endspiel der Schüler behielten die Crash Eagles mit 5:2 gegen die Düsseldorf Rams die Oberhand und holten so den ersten „Pott“ für die Vereinsvitrine. Nachdem dann bei der Jugend sich die Rams mit 8:7 nach Verlängerung gegen den Crefelder SC und die Damen der Langenfeld Devils mit 8:1 gegen die Menden Mambas durchgesetzt hatten, folgte „Pott“ Nummer zwei. Denn in einem überaus spannenden Finale bezwangen die Kaarster Junioren den Nachwuchs der gastgebenden Miners mit 8:7 und dürfen sich nun Deutscher Pokalsieger nennen.

Dass aller guten Dinge drei werden, verhinderten dann die Essener. Die zogen vor 250 Zuschauern bis zur siebten Minute durch Fabian Lenz (2) und Florian Pompino schnell auf 3:0 weg. Otten reagierte, nahm eine Auszeit und ordnete die Reihen seiner Schützlinge. Die zeigten dann auch, was in ihnen steckt und drehten die Partie noch vor der ersten Drittelpause. Thimo Dietrich gelang zwei Minuten nach der Auszeit das erste Kaarster Tor in der Partie, nach 16 Minuten war er auch für den Anschlusstreffer zum 2:3 verantwortlich. Und mit einem Doppelschlag binnen 50 Sekunden brachte Moritz Otten die Crash Eagles sogar mit 4:3 in Führung.

Die behielten ihre optische Überlegenheit auch im zweiten Durchgang bei, nutzten jedoch die sich bietenden Tormöglichkeiten nicht oder scheiterten an Rockets-Schlussmann Jakob Theis. So etwas wird meistens bestraft – natürlich auch am Samstagabend: Fabian Lenz und Sebastian Schneider in Überzahl brachten Essen bis zum Ende des zweiten Drittels wieder in Vorlage. „Leider waren die Rockets auch danach weiterhin brutal effektiv,“ sagte Georg Otten. Zwar gelang seinen Schützlingen durch Thimo Dietrich und Lennart Otten, der zuvor schon Pokalsieger mit den Junioren geworden war, noch einmal der Gleichstand (6:6, 47.). Doch im Gegensatz zu den Kaarstern nutzten Lars Wegener und Fabian Lenz ihre Chancen, und als Otten dann den Torhüter durch einen zusätzlichen Feldspieler ersetzte, schlug das Spielgerät in der Schlussminute zum 9:6-Endstand im verwaisten Eagles-Gehäuse ein.

„Mund abputzen und weiter machen,“ sagt Otten, „unsere volle Konzentration gilt nun dem kommenden Samstag.“ Dann beginnt für den Deutschen Meister nämlich um 18.15 Uhr in heimischer Stadtparkhalle die Mission Titelverteidigung mit dem ersten Spiel im Viertelfinale gegen Samurai Iserlohn.