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Hockey: Deutscher Meister eine Nummer zu groß für Neuss

Hockey : Deutscher Meister eine Nummer zu groß für Neuss

Trotz ordentlicher Leistung unterliegt Schwarz-Weiß in der Hallenhockey-Bundesliga Uhlenhorst Mülheim mit 5:12.

Es gibt Spiele, die sind einfach nicht zu gewinnen. Wie zum Beispiel das des HTC SW Neuss gegen Uhlenhorst Mülheim. Um nach der vielleicht einen Tick zu deutlichen 5:12-Niederlage (Halbzeit 2:5) seiner Schützlinge noch einmal die Größenverhältnisse klarzustellen, führte der in der Hallenhockey-Saison für die Neusser Bundesliga-Jungs als Trainer zuständige Daniel Strahn aus: "Hier hat der amtierende Deutsche Meister gegen den Aufsteiger gespielt. Um in diesem Spiel etwas zu holen, müsste der Tag für uns schon außergewöhnlich schön und sonnig sein."

Aber die immerhin ungeschlagen in die Partie gegangenen Neusser wehrten sich nach Kräften. In der fünften Minute erwirkte Abwehrchef Axel Schmitz nach einem kraftvollen Solo übers ganze Spielfeld sogar einen Siebenmeter, den Lukas Teepe sicher verwandelte. Die Antwort der von Olympiasiegerin Tina Bachmann trainierten Gäste kam prompt und gewaltig: Olympiasieger Thilo Stralkowski nutzte gleich die erste Mülheimer Strafecke zum Ausgleich (9.), bis zur 15. Minute packten seine Kollegen Jan Fleckhaus, Tim Herzbruch und Tobias Matania per Strafecke die Tore zur 4:1-Führung drauf. Schon da zeigte sich, "dass wir nur dann mithalten können, wenn wir am Limit spielen", stellte Teammanager Stephan Busse fest. "Dazu sind wir über 60 Minuten aber nicht in der Lage."

Also musste sich der Neuling mit gelegentlichen Zwischenspurts begnügen. Einen dieser mutigen Attacken krönte nach gekonnter Vorleistung von Ivo Otto und Matthias Gräber wiederum Lukas Teepe mit dem Treffer zum 2:4 (18.). Weil der ansonsten eigentlich stets erstklassige Lennard Leist im Kasten des HTC einen ziemlich gebrauchten Tag erwischt hatte, konnte Mülheims Johannes Schmitz noch vor der Pause mit einem Schuss durch die Schoner den 5:2-Zwischenstand herstellen. Neuss spielte auch in der Folge überaus ordentlich mit, vermochte seine durchaus vorhandenen Chancen jedoch nicht zu verwerten. So traf Steven Dühr nur den Pfosten. Der Champion machte sich unterdessen daran, den letztlich ungefährdeten Sieg früh einzutüten: Thilo Stralkowski erhöhte mit der vierten Strafecke auf 6:2 (36.), für das Kontertor zum 7:2 (45.) war wiederum Tim Herzbruch verantwortlich.

Den wohl spektakulärsten Treffer der Partie markierten indes die Hausherren: Die von Felix Degen mit Karacho aus der eigenen Hälfte in den Schusskreis geschlenzte Kugel beförderte Matthias Gräber ins Netz (3:7/48.). Danach spielten die Gastgeber weiter mutig nach vorne. Dass sie damit weitere Gegentreffer in Kauf nahmen, fand die Zustimmung des Trainers. "Natürlich hätten wir uns hintenreinstellen können", sagte Strahn, "aber das hätte sowohl uns als auch den Zuschauer keinen Spaß gemacht. Und außerdem würde uns das in unserer Entwicklung nicht weiterbringen."

Tore: 3:8 und 3:9 Schmitz, 4:9 Weide, 4:10 Stralkowski, 4:11 Windfeder, 4:12 Matania, 5:12 Degen (E.).

(NGZ)