Deutsche Säbel-Damen belegen bei Fecht-EM in Düsseldorf Platz sechs

Fechten : Säbel-Damen belegen Platz sechs

Auftritt seiner Schützlinge bei Heim-EM macht Bundestrainer Pierre Guichot stolz.

Nach der eher unbefriedigenden Vorstellung in der Einzelkonkurrenz hatte Bundestrainer Pierre Guichot seine Säbel-Mädels mit einem klaren Auftrag in den Teamwettbewerb der Europameisterschaft in Düsseldorf geschickt: „Ich sehe einen deutlichen Trend nach oben, aber insbesondere die jüngeren Fechterinnen müssen noch selbstbewusster auftreten.“ Und die deutsche Mannschaft mit Anna Limbach, Léa Krüger (beide TSV Bayer Dormagen), Julika Funke (FC Würth Künzelsau) und Ann-Sophie Kindler (TSG Eislingen) enttäuschte nicht, schloss die Titelkämpfe auf Platz sechs ab.

Zum Auftakt gelang im Achtelfinale ein souveräner 45:38-Sieg über die Türkei. Im Viertelfinale ging es dann gegen Titelverteidiger Russland, angetreten mit fast der gleichen Truppe wie beim Triumph vor einem Jahr im serbischen Novi Sad. Der Beginn verlief vielversprechend, Julika Funke konnte das erste Gefecht gegen Sofya Velikaya mit 5:4 für sich entscheiden. Anna Limbach, im Einzel als 19. beste Deutsche, baute den knappen Vorsprung mit einem 5:2-Erfolg über Olga Nikitina sogar auf 10:6 aus. Doch danach dominierten die Russinnen, die sich später im Finale auch gegen Ungarn deutlich mit 45:34 durchsetzten, das Match und zogen ungefährdet (45:34) ins Halbfinale ein. „Russland war halt ein Hammerlos“, sagte Guichot. „Um eine Mannschaft von diesem Kaliber zu schlagen, muss bei uns schon alles perfekt passen.“

In die Platzierungsgefechte starteten Limbach & Co mit einem 45:41-Sieg über Aserbaidschan. Im anschließenden Duell um Platz fünf mit Polen setzte es jedoch eine 42:45-Niederlage. Der daraus resultierende sechste Platz im Schlussklassement machte Guichot stolz auf seine Schützlinge: „Die Platzierung, ob nun fünfter oder sechster Rang, ist mir eigentlich nicht so wichtig. Die Vier haben einen großartigen Teamgeist bewiesen, tolle Aktionen gezeigt und das Publikum begeistert.“

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