Lokalsport: Derbysieg in Dormagen machte den FC Zons froh

Lokalsport: Derbysieg in Dormagen machte den FC Zons froh

Bezirksliga, Gruppe 4: Jetzt muss auch Bedburdyck/Gierath höllisch aufpassen. DJK Gnadental hat ihr Ziel fast erreicht.

Der 28. Bezirksliga-Spieltag steht ganz im Zeichen des Dormagener Lokalduells in der Gruppe 1, in dem der FC Zons beim TSV Bayer einen enorm wichtigen Schritt aus dem Tabellenkeller machen kann. In Gruppe 4 kämpft die Holzheimer SG im Fernduell mit St. Tönis um den Spitzenplatz.

Gruppe 1: SG Benrath-Hassels - FC Zons 1:2 (0:2). Beim Tabellenletzten zählte für Björn Haas nur ein Sieg. Das hatte der Zonser Trainer vor der Partie mehr als deutlich gemacht. "Egal, wie er am Ende zustande gekommen ist, den Sieg haben wir geholt", resümierte Haas, der mit seinem Team erstmals seit dem zwölften Spieltag die Abstiegsränge verlässt, fügte aber lachend an: "Viele solcher Spiele brauche ich nicht mehr. Das macht das Herz auf Dauer nicht mit." Max Korpel (30.) und Jörn Ferber (41.) brachten die Gäste in Führung, nach der Pause lief dann allerdings nicht viel zusammen. Hassels verkürzte, Ersatztorwart David Seidel musste die Zonser dann mehrfach mit Glanzparaden retten.

TSV Bayer Dormagen - FC Zons. Morgen kann der FC die Woche mit einem Derbysieg veredeln und würde damit einen sehr wertvollen Schritt zum Ligaverbleib machen. "Wenn wir jetzt nachlegen, können wir uns vielleicht sogar von unten absetzen", sagt Björn Haas, dessen Team aktuell punktgleich mit dem TV Kalkum vor dem Relegationsplatz steht. TSV-Trainer Frank Lambertz kann wieder auf seine beste Elf bauen, nachdem auch Maurice Wiewiora und Marcel Wedemann zurückkehren. Und dass die Dormagener in Bestbesetzung kein Abstiegskandidat sind, bewiesen sie beim 4:1 gegen Solingen-Wald am Mittwoch eindrucksvoll. "Ich wünsche mir, dass wir so eine Leistung jetzt endlich mal bestätigen können. Das haben wir bisher in dieser Saison nämlich nie geschafft", findet Lambertz, für den die Lage im Abstiegskampf angesichts von aktuell fünf Punkten Vorsprung klar scheint: "Wenn wir gewinnen, sind wir eigentlich schon so gut wie durch."

VfB Solingen - SV Uedesheim. Uedesheim ist erneut bei einem Aufstiegskandidaten gefordert. Solingen ist Tabellenzweiter, klarer Favorit und hat nur eins der letzten 15 Ligaspiele verloren - beim 1:3 gegen Bayer Dormagen.

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Gruppe 4: Holzheimer SG - Fortuna Dilkrath. Während Spitzenreiter St. Tönis bereits heute eine vermeintlich einfache Aufgabe bei der Reserve des 1. FC Mönchengladbach angeht, müssen die punktgleichen Holzheimer morgen gegen Dilkrath nachlegen. Für Coach Guido van Schewick sind Patzer zum jetzigen Saisonzeitpunkt ausgeschlossen: "Wir gehen auch in dieses Spiel wieder mit dem ganz klaren Ziel, unbedingt drei Punkte zu holen." Dilkrath ist nach einer ordentlichen Hinrunde wieder mitten im Abstiegskampf angekommen - vier Niederlagen und insgesamt sieben sieglose Partien am Stück machen es möglich.

SV Bedburdyck/Gierath - Victoria Mennrath. Auch der SV muss höllisch aufpassen. Plötzlich sind es nur noch vier Punkte bis zum Relegationsplatz. Viel entscheidender ist aber die sich angesichts der aktuellen Formschwäche und des hammerharten Restprogramms stellende Frage, gegen wen die Gierather in den letzten sieben Partien die vermutlich nötigen sieben Punkte eigentlich einfahren möchten. Nach der 2:8-Blamage in St. Tönis spielt der SV nun gegen Mennrath (3.) und trifft außerdem noch auf Grefrath (6.), Holzheim (2.) und Rheydt (4.), die grundsoliden Brüggener und Lürriper sowie Dilkrath.

DJK Gnadental - SC Waldniel. Nach drei Punkten gegen Waldniel könnte die DJK vorsichtig schon mit einem weiteren Jahr in der Bezirksliga planen. Weil der Tabellenletzte praktisch abgestiegen ist, ist das für Trainer Jörg Ferber auch der klare Plan: "Das sollten wir für uns entscheiden können. Dann hat der Verein auch langsam Planungssicherheit." Einen Abstiegskandidaten sah er in seiner Elf aber ohnehin nie notwendigerweise: "In den meisten Spielen haben wir gut ausgesehen. Und wenn wir nicht zum Jahresende diese schlechte Phase gehabt hätten, in der wir aber auch viele Verletzte hatten, dann würden wir in der Tabelle auch besser dastehen."

DJK Giesenkirchen - SG Kaarst. Die Kaarster sind gut drauf und können jetzt, wo es sportlich um nichts mehr geht, noch einmal unter Beweis stellen, welches Potenzial eigentlich in der Mannschaft steckt. Bei der mit Abstand besten Defensive der Liga (23 Gegentore) wird es dabei aber ein völlig anderes Spiel werden als jüngst beim 3:2-Sieg gegen die angriffslustigen Dilkrather.

(NGZ)