Korschenbroich : Der Spatenstich

Am Mittwoch wurde der erste Spatenstich an der Johannes-Büchner-Straße gesetzt – heute rollt schon der Bagger an: Der Glehner Turnverein baut eine eigene Turnhalle. Im Dezember soll das 330000 Euro teure Projekt bezugsfertig sein.

Am Mittwoch wurde der erste Spatenstich an der Johannes-Büchner-Straße gesetzt — heute rollt schon der Bagger an: Der Glehner Turnverein baut eine eigene Turnhalle. Im Dezember soll das 330 000 Euro teure Projekt bezugsfertig sein.

Glehn Jetzt geht alles Schlag auf Schlag: Gestern kamen die Vorstandsmitglieder und Ehrenvorsitzenden um Vereinschef Rainer Türke zusammen, um mit dem ersten Spatenstich das Startzeichen für die Großmaßnahme Hallenneubau zu geben. Heute schon rollt der Bagger an, um die Freifläche neben der alten Turnhalle in eine Baustelle zu verwandeln. Zunächst soll die Bodenplatte erstellt werden, dann rücken die Handwerker an, um die künftige Halle in Holzrahmenbauweise zu montieren. "Im Dezember soll schon alles fertig sein", gab Rainer Türke selbstbewusst zu Protokoll. Schließlich laufen im Januar 2010 schon die ersten Kurse in der vereinseigenen Halle an.

"Das ist heute ein guter Tag für den Glehner Turnverein", wandte sich der Vereinschef an die Vorstandsmitglieder Brigitte Bienioschek, Nicole Peterson, Simone Kluth, Marga Brockers, die wie die Ehrenvorsitzenden Karl Oidtmann, Lutz Schönfeld, Werner Pienemann und die Ehrenmitglieder Günther Wappenschmidt, Paul Ross und Otto Eßer der Einladung zum offiziellen Spatenstich in den Glehner Sportpark gefolgt waren. "Fast zwei Jahre haben wir gebraucht, um die entscheidenden Weichen für den Hallenbau stellen zu können", erinnerte Rainer Türke an die entscheidende Mitgliederversammlung vom 24. August 2007. "An dem Tag haben wir für den Hallenbau und zeitgleich für eine Beitragserhöhung gestimmt." Dass sich danach rund 100 Mitglieder gegen den Verein entschieden haben, sieht Rainer Türke gelassen. "Wir haben durch den neuen Beitrag natürlich auch die so genannten Kartei-Leichen aufgeschreckt", erklärte er die Austritte. Seither zählt der Glehner Turnverein aber fast unverändert 1225 Mitglieder. Diese Mitglieder stehen hinter dem ehrgeizigen Projekt mit den Gesamtkosten von 330 000 Euro. Dass sich der Turnverein mit diesem Projekt ganz schön ins Zeug legt, war gestern jedem klar. "Aber wir benötigen den zusätzlichen Raum, wollen wir den Ansprüchen unserer Mitglieder noch gerecht werden", verwies der Vereinschef auf die Pläne des Architekten Michael Küppers, der sich an dem Zukunftsmodell Turn-Mehrzweckhallen des Deutschen Turner-Bundes orientiert hatte.

Auf der bisher ungenutzten Freifläche neben der Turnhalle entsteht auf einer Gesamtfläche von 205 Quadratmetern die neue Halle. "Sie lässt sich mit einer übergroßen Gymnastikhalle vergleichen", so Türke, der von einer zusammenhängenden Nutzfläche von 156 Quadratmetern und mehreren Nebenräumen spricht. "Dort wollen wir ein Gesundheitszentrum — speziell zur Förderung von Kindern — unterbringen." Zudem sollen in dem Neubau ab Januar verstärkt Gesundheitskurse für Mitglieder und Interessierte angeboten werden. "Wir müssen die Kursangebote im Gesundheitsbereich deutlich erweitern." Die Begründung für diesen neuen Vereinskurs lieferte Rainer Türke im Gespräch mit der NGZ auch direkt nach: "Das ist der Markt der Zukunft — Reha-Sport und gezielte Vorsorge."

Und zum Hallenbau "aus eigener Kraft" merkte der GTV-Vorsitzende weiter an: "Das war bislang eine originäre Aufgabe der Stadt Korschenbroich und so sollte es auch in Zukunft bleiben".

(RP)
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