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Handball: Der NHV hat es noch selbst in der Hand

Handball : Der NHV hat es noch selbst in der Hand

Der Aufstiegskampf in der Handball-Oberliga Niederrhein könnte am kommenden Wochenende bereits entschieden sein.

Irgendwie ist es tragisch: In anderen Ligen dürfen Klubs nach zehn Saisonniederlagen noch Aufstiegshoffnungen hegen, in der Handball-Oberliga Niederrhein reicht am Ende eine einstellige Zahl an Minuspunkten möglicherweise nicht zum Titelgewinn. Vom Sprung in die Dritte Liga ganz zu schweigen, denn der führt ohnehin nur über die Aufstiegsspiele gegen den Meister der Oberliga Mittelrhein.

Während dort die HSG Rheinbach-Wormersdorf angesichts von fünf Punkten Vorsprung auf den zweitplatzierten TuS Opladen bereits für die Relegationsrunde am 4./5. und 11./12. Mai planen kann, ist am Niederrhein sechs Spieltage vor Schluss noch alles offen: Fünf Klubs, gerade mal durch sechs Zähler voneinander getrennt, dürfen hier noch vom Titel träumen.

Das könnte nach dem kommenden Wochenende schon ganz anders aussehen: Verliert der Neusser HV (2. mit 33:7 Punkten) am Sonntag (16.30 Uhr, Hammfeldhalle) gegen die Bergischen Panther (5. mit 30:10) und setzt sich am Vorabend Spitzenreiter TuSEM Essen II (34:6) bei Borussia Mönchengladbach (3. mit 31:9) durch, dürfte die von Mark Dragunski trainierte Reserve des Bundesliga-Aufsteigers kaum noch einzuholen sein. Spätestens dann nicht, wenn sie sich eine Woche später (16. März, 18.30 Uhr, halle Margarethenhöhe) auch gegen den Neusser HV durchsetzen sollte.

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Zwar warnte Dragunski unlängst noch: "Ich habe inzwischen mehr Probleme mit den so genannten leichten Gegner als mit den Top-Mannschaften". Doch im Anschluss an die erste Saisonniederlage (29:30 am 11. Februar gegen die Bergischen Panther) ließen die Essener beim 45:27 über ART Düsseldorf II, beim 27:23 in Dülken und zuletzt beim 41:33 über MTV Dinslaken nichts anbrennen — auch, weil sich der in der Winterpause gekommene dänische Linkshänder Nicolai Leih Kling inzwischen eingespielt hat.

"Doch noch haben wir es selbst in der Hand", hält René Witte dem entgegen. Der Trainer des Neusser HV weiß aber auch, dass weder den Panthern und schon gar nicht den Essenern mit einer Leistung wie beim 24:28 beim TV Aldekerk (4. mit 30:10) beizukommen ist: "Da müssen wir mindestens 50 Prozent drauflegen", ist Witte überzeugt.

Schlägt der NHV die Panther, von denen er sich im Hinspiel 29:29 trennte, kommt es in Essen zum vorweg genommenen Endspiel. Die Wahrscheinlichkeit, dass es einen "lachenden Dritten" gibt, ist dagegen eher gering: Verliert Essen gegen Gladbach und Neuss und der NHV gegen die Panther, könnte Borussia Mönchengladbach am Ende bei Punktgleichheit mit den Neussern aufgrund des besseren direkten Vergleichs die Nase vorn haben. Es sei denn, einer der vermeintlich "Kleinen" stellt einem der Spitzenteams auf der Zielgeraden ein Bein.

(NGZ)