Jüchen : Der Laser-Choreograph

Johannes Coppes' Arbeitsmaterial ist Licht – Laser. Als Veranstaltungstechniker inszeniert der Gierather Konzerte, Partys oder private Feiern wie Hochzeiten. Aus Begeisterung wurde ein Hobby, aus dem Hobby ein Beruf.

Johannes Coppes sorgt mit seinen Shows für Überraschungen – allerdings agiert er hinter der Bühne: Als "Licht-DJ" produziert er Laserstrahlen oder Flächen, die durch den Raum blitzen und flackern.

"Die Laser bewegen sich synchron zur Musik", erzählt der Veranstaltungstechniker, der sein Hobby vor fast zwölf Jahren zum Beruf gemacht hat. Der 45-Jährige lebt mit seiner Familie in Gierath. Als gebürtiger Düsseldorfer eigentlich Stadtluft gewöhnt, genießt er nun seit einigen Jahren mit Frau und Kindern das ländlichere Leben.

Die Faszination für den Laser begann bereits in seiner Jugend: In Diskotheken sah er, wie das Licht sich passend zu den Songs bewegte – ein besonderer Effekt, der begeisterte. Er begann zu tüfteln und eigene Lasershows zu kreieren. Bis dato war er nur mit Hobby-Equipment ausgestattet. Durch einen Bekannten konnte er ein professionelles Programm nutzen, um Lasershows zu gestalten: "Ich hatte Zeit, mich eine Nacht daran auszuprobieren – danach war ich wirklich überzeugt", erinnert sich Coppes.

Nach und nach entwickelte sich sein Hobby zum Beruf – heute arbeitet er als selbstständiger Veranstaltungstechniker. Veranstaltungen unterschiedlicher Größe hat er schon mit seiner Laser-Choreographie begleitet – Coppes hat für jeden Anlass etwas im Repertoire. Bei Partys oder Konzerten finden seine Laser Anwendung wie bei Hochzeiten. Wer bei dem Veranstaltungstechniker anfragt, der kann nicht nur aus einer Vielzahl von bereits programmierten Lichtspektakeln wählen, sondern auf Wunsch auch eine individuelle Show fordern.

Viel Zeit für andere, zeitaufwendige Hobbys hat der zweifache Familienvater nicht: Zu seinem Berufsalltag gehören nicht nur das Programmieren sowie die Planung und Begleitung der Events, sondern auch Reisen ins Ausland. Und zum Entspannen Musik hören? "Lieber nicht", sagt Coppes, "manchmal programmiere ich eine ganze Nacht lang an einer Show und muss dabei Musik hören. In meiner Freizeit lese ich da besser ein Buch."

Eine Kostprobe seiner Künste konnten die Jüchener zuletzt beim Sommerkonzert an der Realschule genießen: Passend zu klassischen Tönen hatte er zum zweiten Mal das Event "Sommernachtstraum" mit beeindruckenden Lasershows begleitet – diesmal sogar unter freiem Himmel: "Dafür muss es natürlich erst einmal dunkel werden, damit die Lichter den Effekt geben können", sagt Coppes.

Seine Tochter Sylvia besucht die sechste Klasse der Realschule Jüchen und konnte bei dem Sommerkonzert mit ihrem Vater auftreten. Ihr Interesse geht aber in eine andere Richtung: "Sie singt in der Chorklasse", erzählt Coppes. Ob der Lichtkünstler sein Wissen an seinen Nachwuchs weitergeben will? "Meine Töchter haben andere Talente und Interessen." Einigen Neueinsteigern hat er bereits Starthilfe beim Programmieren gegeben.

(NGZ)
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