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Handball: Der große Kampf des TVK bleibt ohne Lohn

Handball : Der große Kampf des TVK bleibt ohne Lohn

Zum Auftakt der Rückrunde in der 3. Liga scheiterten die Handballer aus Korschenbroich gegen den VfL Edewecht letztlich an Kleinigkeiten.

Zum Auftakt fast schon mörderischer Wochen mit Spielen gegen die Prominenz der 3. Liga zeigten die Handballer des TV Korschenbroich zwar viel Herz, unterlagen jedoch vor knapp 400 Zuschauern in heimischer Waldsporthalle dem Tabellenvierten VfL Edewecht recht unglücklich mit 28:29 (Halbzeit 13:14).

In einer spielerisch keineswegs hochwertigen, aber intensiv geführten Partie schüttelten die Gäste die Neujahrsmüdigkeit schneller aus den Gliedern. Gegen den körperlich starken und hart zupackenden Mittelblock mit Steffen Köhler, Michael Schröder und Eriks Blums fiel dem TVK im Angriff zunächst wenig ein. "Da waren wir zu passiv", kritisierte Trainer Ronny Rogawska, "uns fehlte die Spielkultur. Wir haben keine guten Lösungen gefunden". Auch weil Korschenbroich im Angriff seine besten Schützen Marcel Görden und Simon Ciupinksi nicht ins Spiel brachte, lag der in der Abwehr oft rustikal zu Werke gehende Gast aus dem Ammerland vor der Pause mit bis zu vier Treffern vorne (12:8/21., 14:10/27.).

Obwohl der unter der Woche von einer Erkältungswelle überrollte TVK den am Sprunggelenk verletzten Björn Marquardt nur sporadisch einsetzen konnte, kämpfte er sich immer wieder heran und ging kurz nach der Pause nach dem Treffer von Mathias Deppisch zum 15:14 sogar in Führung (34.). Selbst, als dem im ersten Abschnitt sechsmal erfolgreichen Christian Rommelfanger die Puste ausging, blieben die Hausherren dran. Dass sie dabei klare Rückstände scheinbar ungerührt wegsteckten (16:19/39., 17:21/42., 18:22/43.), zeugte für Rogawska von großer Moral.

In der Schlussphase wäre die Partie fast noch gekippt: Zunächst trat Edewechts Lette Eriks Blums bei einem Siebenmeter über die Linie, dann gelang Michel Mantsch das 25:25 (56.). Dass sich die Gastgeber in der Folge durch den zweimal erfolgreichen Niederländer Edwin de Raad (insgesamt sechs Tore) und Blums drei Treffer hintereinander zum 25:28 (58.) fingen, vermochte den am Seitenrand wie aufgedreht umherspringenden VfL-Trainer Arek Blacha, dessen Mannen das Hinspiel mit 24:27 verloren hatten, nicht unbedingt zu überraschen. "Klar, wir hatten auch Glück, aber vielleicht am Ende auch mehr Kraft", bilanzierte er: "Ich habe ganz viele Spiele des TVK gesehen. Das ist eine gute und erfahrene Mannschaft, aber was ihr fehlt, sind Spieler auf dem gleichen Niveau. Mit sieben, acht Leuten eine ganze Saison zu überstehen, ist schwer. Das geht schon sehr auf die Knochen."

Rogawska wollte seinen enttäuschten und total ausgepumpten Schützlingen keinen Vorwurf machen. "Am Ende, als Edewecht mit viel Disziplin die entscheidenden Tore gemacht hat, haben Kleinigkeiten den Ausschlag gegeben." Leichter wird es für den TVK nicht, heißen die nächsten Gegner doch Wilhelmshaven, Dormagen und Uerdingen.

(NGZ)