Korschenbroich : Der Bauhof wird verlagert

Die Stadtpflege und der Abwasserbetrieb werden an den Püllenweg nach Kleinenbroich ausgelagert: Das Grundstück für den Neubau gibt es schon. Der Umzug soll – laut Bürgermeister Dick – 2013 abgeschlossen sein.

Die Stadtpflege und der Abwasserbetrieb werden an den Püllenweg nach Kleinenbroich ausgelagert: Das Grundstück für den Neubau gibt es schon. Der Umzug soll — laut Bürgermeister Dick — 2013 abgeschlossen sein.

Die Stadtverwaltung ist bislang noch auf vier Standorte verteilt. Das soll sich mit der geplanten Rathaus-Zentralisierung und dem Ausbau des A-Gebäudes am Gymnasium bis 2013 ändern.

Im Zuge dieser Planung werden auch die beiden Städtischen Eigenbetriebe "Stadtpflege" und "Abwasser" ihr bisheriges Domizil an der Friedrich-Ebert-Straße verlassen und an den Püllenweg nach Kleinenbroich ausweichen. Ein 5000 Quadratmeter großes Grundstück gibt es bereits. "Jetzt ist die Politik gefragt", erklärt Bürgermeister Dick auf Anfrage. Der Hauptausschuss soll am Dienstag die Verlagerung beschließen.

Für die Verlegung des Bauhofes spricht vieles: Die Betriebshalle an der Friedrich-Ebert-Straße, die bislang als Lagerhalle diente, ist einsturzgefährdet. Die Fahrzeuge werden schon seit Monaten nicht mehr in der Halle untergestellt. Ein Hallenneubau würde mindestens 200 000 Euro verschlingen.

Die Werkstatt und die Waschhalle sind separat im Gebäudetrakt an der Friedrich-Ebert-Straße 3 untergebracht. "Die Mitarbeiter müssen immer eine große Runde fahren, um aufs Gelände zu kommen", skizziert Stadtpflege-Chef Georg Onkelbach die zeitfressenden Umwege über die Einbahnstraße.

Zudem liegt der Stadtverwaltung für das Grundstück Hindenburgstraße 58 ein ernstzunehmendes Kaufangebot vor. "Der Investor hat die Absicht, auf diesem Grundstücksbereich ein Seniorenheim und Wohnungen für betreutes Wohnen zu errichten", bestätigt Dick die Pläne.

Er geht zunächst davon aus, dass er an der Teilfläche von 6000 Quadratmetern interessiert ist. Allerdings weiß Dick auch, dass es bereits Vorplanungen für die Friedrich-Ebert-Straße 1 bis 5 und damit für das gesamte Areal von 7300 Quadratmetern gibt. Wenn der Hauptausschuss der Verlegung zustimmt, will Dick die nächste Gesprächsrunde mit dem Investor einläuten.

Georg Onkelbach kommen die Umzugspläne gelegen: "Ein Neubau mit kleinem Bürotrakt, Sozialräumen und viel Hallenfläche wäre am Püllenweg für die Stadtpflege perfekt." Schließlich ist die jetzige Unterbringung stets ein Provisorium gewesen.

Aus der alten Pelzhandlung wurden zunächst Übergangswohnungen für Asylbewerber und später die Bleibe für Bauhof, Abwasserbetrieb und Archiv. Die Kosten für den Neubau Püllenweg werden mit 3,7 Millionen Euro kalkuliert. Dick sieht's realistisch: "Das sind alles alte Gebäude. Der Verkaufserlös wird die Kosten für den Neubau nicht decken können."

(NGZ)