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Der Abstiegskampf in der Fußball-Kreisliga A wird zur Lotterie

Fußball : Der Abstiegskampf wird zur Lotterie

Läuft es eine Etage höher in der Bezirksliga ganz dumm, könnte es in der Fußball-Kreisliga A am Ende gleich sieben Teams erwischen.

In der Kreisliga A geht die Abstiegsangst um, die Rückrunde steht an. Hundertprozent sicher sein, können sich vor der Rückserie eigentlich nur die Top 5. Der Abstieg in der Kreisliga A wird nämlich auch 2022 zu einer Lotterie. Grund ist die Abhängigkeit von den Bezirksligisten im Fußballkreis 5.

Die Kreisliga A wird in diesem Jahr wieder auf 16 Mannschaften reduziert. Wie viele Teams absteigen, steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest. Diese Entscheidung hängt ganz von der Bezirksliga ab. Bei keinem Absteiger aus der Bezirksliga wären es nur drei Absteiger in der Kreisliga A. Mit jedem Bezirksliga-Absteiger steigt allerdings die Anzahl. Maximal können von oben vier Teams runterkommen – für die A-Ligisten wäre das der „Worst case“. Das würde nämlich bedeuten, dass gleich sieben Mannschaften absteigen. Damit wäre man sogar als Neunter nicht mehr sicher. Aktuell sieht es danach allerdings nicht aus. Lediglich die DJK Novesia steht auf einem Abstiegsplatz. Uedesheim, Rommerskirchen, Wevelinghoven und auch der TSV Bayer Dormagen könnten alle noch unten reinrutschen – realistisch ist das aber eher nicht. Trotzdem sollten sich einige Teams Sorgen machen. Eine Einschätzung:

  • Kevin Scholz machte mit Nievenheim den
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  • Reserve-Trainer Thorsten Ridder.
RP-Foto: Archiv/abz
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  • Frank Kolleger steht mit Vorst unter
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DJK Hoisten (17. Platz/0 Punkte) Als erster Absteiger steht die DJK Hoisten – mehr oder weniger – fest. Null Punkte in der Hinrunde sprechen eine eindeutige Sprache. „Wir wissen, dass wir die Klasse einfach nicht haben“, gesteht Trainer Marcus Schwarz. Die Rückrunde will Hoisten aber trotzdem unbedingt durchziehen, um Erfahrung für die Kreisliga B zu sammeln.

SG Kaarst (16./10 Punkte) Bei der SG Kaarst geht es seit dem Abstieg aus der Bezirksliga (2020) drunter und drüber. Von der einstigen Top-Mannschaft am Kaarster See ist nichts übriggeblieben. In der Rückrunde setzt Kaarst auf den Nachwuchs. Ob das für den Klassenerhalt in der Kreisliga A reicht? Zweifelhaft.

1. FC Grevenbroich-Süd (15./15 Punkte) Dass Murat Köktürk fehlen wird, war klar. Dass Süd ohne den Topstürmer vom Spitzenteam sogar zum Abstiegskandidaten wird, kam überraschend. Dank Rückkehrer Berkay Köktürk wird das Vakuum im Sturm aber gefüllt. Süd findet zurück zu alter Stärke und befreit sich in der Rückserie aus dem Tabellenkeller.

VfL Jüchen/Garzweiler II (14./16 Punkte) Normalerweise müsste die Jüchener Reserve in diesem Jahr den Gang in die Kreisliga B antreten. Normalerweise. Denn Jüchen ist kein normaler A-Ligist. Schon die Hinrunde hat gezeigt, dass man sich auf die Unterstützung der ersten Mannschaft verlassen kann. Gerade in den entscheidenden Spielen wird das ein großer Vorteil sein. Dank dieser Hilfe – aus der man in Jüchen auch keinen Hehl macht – könnte es in diesem Jahr nochmal mit dem Klassenerhalt klappen.

VfR 06 Neuss (13./16 Punkte) Beim VfR Neuss ging es in der Hinrunde drunter und drüber – in der Winterpause musste Trainer Cengiz Yavuz dann auch noch wichtige Leute wie Hussein Hammoud und Ahmed Hamdi ziehen lassen. Aber: Der VfR Neuss hat auf dem Transfermarkt selbst nochmal zugelangt. In Selcuk und Senol Eren kamen von Bezirksligisten DJK Gnadental kurz vor Transferschluss zwei namhaften Kicker. Sollte Yavuz in kürzester Zeit eine Mannschaft formen, könnte es für den VfR reichen.

Der Rest der Liga Etwas Abstand zur Abstiegszone haben der SV Bedburdyck/Gierath (12./19 Punkte – ein Spiel weniger), der TuS Grevenbroich (11./20 Punkte – ein Spiel weniger), die Sportfreunde Vorst (10./21 Punkte), der FC Zons (9./21 Punkte), der VfR Büttgen (8./23 Punkte), SC Grimlinghausen (7./24 Punkte) und TuS Hackenbroich (6./24 Punkte). Sicher kann sich von ihnen aber noch niemand sein, dafür ist die Situation in der Bezirksliga noch zu ungewiss. „Du brauchst einen großen Kader. Mit Corona und weiteren Ausfällen kann es ganz schnell bergab gehen“, warnt Vorst-Coach Jörg Gartz – das gilt für alle sieben Teams.

Die Vorgabe für die Rückrunde: Schnell Punkte sammeln und den Abstiegskampf hinter sich lassen, sonst wird es nochmal brenzlig.