Trotz Karnevals Rennen auf der Galopprennbahn: Del La Rosa gewinnt Orsini-Rennen

Trotz Karnevals Rennen auf der Galopprennbahn : Del La Rosa gewinnt Orsini-Rennen

Für den Rennstallbesitzer Gerd Zimmermann (47) aus Pulheim gibt es bei einem Start seiner Pferde nur eine Maxime: gewinnen. Sonst zählt fast nichts. Am Samstag um 17.10 Uhr stand Zimmermann bei der Siegerehrung des Gerhard Günnewig-Memorials um das Neusser Orsini-Rennen. Mit dem Wiener Zuckerbäckersohn Andreas Suborics auf dem Weg zum sicheren Sieg: Favorit Del La Rosa (links) gewann mit drei Längen das Orsini-Rennen.

Für den Rennstallbesitzer Gerd Zimmermann (47) aus Pulheim gibt es bei einem Start seiner Pferde nur eine Maxime: gewinnen. Sonst zählt fast nichts. Am Samstag um 17.10 Uhr stand Zimmermann bei der Siegerehrung des Gerhard Günnewig-Memorials um das Neusser Orsini-Rennen. Mit dem Wiener Zuckerbäckersohn Andreas Suborics auf dem Weg zum sicheren Sieg: Favorit Del La Rosa (links) gewann mit drei Längen das Orsini-Rennen.

Sein erst im Januar erworbener dreijähriger Hengst Del La Rosa gewann für seinen Stall Jenny (nach seiner Tochter benannt) am Ende deutlich mit drei Längen Vorsprung vor Waikiki Song, Dick Francis und Gavroche aus dem Stall des Magdeburger Trainers Reinhard Schmidt. Gavroche hatte zunächst erwartungsgemäß die Führung übernommen, am Ende aber war der für 30:10 an der Wettbörse antretende Del La Rosa nach besonnenem Ritt des Wiener Zuckerbäckersohnes Andreas Suborics das dominierende Pferd.

Der schon im vergangenen Jahr in diesem Rennen mit Ageless erfolgreiche Trainer Christian von der Recke meinte: ,Del La Rosa wird seinen nächsten Start im Preis der Dreijährigen in Düsseldorf absolvieren. Ich war mir sicher, dass er in Neuss gewinnen würde. In Düsseldorf gibt es gutes Geld zu verdienen, da geht er jetzt mit einem Konditionsvorteil an den Start." Del La Rosas Besitzer Zimmermann hat als Saisonziel den Volltreffer in einem Rennen der Europa-Gruppen-Kategorie anvisiert. Der Besitzer eines Kölner Software-Unternehmens hat mittlerweile 14 Pferde auf der "Lohnliste".

Sein allererstes Pferd Glad to be here vermittelte ihm der ehemalige Jockey Peter Schade. Zimmermann traf ihn in einer Kneipe in Pulheim und äußerte dabei den Wunsch nach einem Rennpferd. Schade wählte die Telefonnummer von Christian von der Recke und stellte eine kuriose Bedingung Schade verkauft inzwischen Staubsauger und erklärte: "Wenn das mit dem Pferdekauf klappt, musst du bei mir einen Kobold kaufen." Der Trainer besitzt das gerät in Wuppertal längst, Zimmermann aber auch. So spielte ein Staubsauger Schicksal für den Besitz von Rennpferden. 1999 hat der Stall Jenny mit San Suru übrigens den Sandbahn Grand Prix in Neuss gewonnen.

Dieses Pferd hatte Trainer von der Recke auf der Auktion in Iffezheim gekauft - für 30.000 Mark. Gewonnen hat San Suru für ihn bis heute 121.746 Mark. Zimmermann hat jedes seiner Pferde akribisch bilanziert und den Termin 31. Dezember 2001 fest für eine Fahrt nach Neuss eingeplant. Er peilt das Besitzerchampionat bei den Hindernispferden an - und ihn Neuss werden am Silvester-Renntag bekanntlich die Champions geehrt. Zimmermann mischt an allen Fronten mit, er ließ seine Pferde auch auf dem See von St. Moritz mitlaufen.

In Neuss feierte Eve Meutzner erstmals in ihrer Karriere zwei Siege an einem Tag. Sie war mit Kreona und Goldstream erfolgreich. Beide Pferde sattelte die in Düsseldorf tätige Trainerin Doris Smith - auch für sie ein außergewöhnliches Ereignis. Zwei Siege gelangen auch Trainer Jochen Müller aus Halle an der Saale mit My Melody und Seehexe. Zwei Mal punktete auch der Jockey Josef Bojko mit Icemoon und Obelisco, die beide auch der früher in Neuss tätige Ferdinand Possberg betreut. Den einzigen Neusser Sieg schaffte Constancy aus dem Stall Directa von Hans-Jürgen Buldt für Trainer Hartmut Steguweit.

In zahlreichen Städten und Kreisen des Landes waren die Verhältnisse auf den Straßen durch Eis und Schnee kritisch. Schlecht für den Neusser Rennverein. Hier blieb es zwar trocken, der Besucherandrang hielt sich aber in Grenze. Der Wettumsatz von 705.587,50 Mark war deshalb bitter wenig, 71 Prozent davon auch noch von außerhalb. Diese Größenordnungen sollen am Sonntag deutlich übertroffen werden. Dann steht am Neusser Hessentor der absolute sportliche Höhepunkt des gesamten Wintermeetings an: der Sandbahn-Grand-Prix der Buchmacher. Klaus Göntzsche

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