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Korschenbroich: "De Räuber" begeistern beim Rochusfest

Korschenbroich : "De Räuber" begeistern beim Rochusfest

600 Gäste feierten mit der Kultband. Das Fest begann ohne Hahnenkönig, endet heute aber aller Voraussicht nach mit neuem Regenten.

Thomas Brendel hatte ein glückliches Händchen: Erst Anfang des Jahres fragte er bei der Kultband "De Räuber" an, ob diese nicht beim Rochusfest spielen könnte — und es passte. Bedarf es sonst zuweilen einer deutlich längeren Vorlaufzeit, um die populären Musiker zu verpflichten, gelang es dem Präsidenten des Heimatvereins in Rekordgeschwindigkeit, die Räuber an Land zu ziehen.

Des Regiment des Heimatvereins Lüttenglehn wurde um etliche Gäste aus anderen Orten verstärkt. Foto: Linda Hammer

Zwei Tage nach ihrem Open-Air-Konzert auf dem Neusser Marktplatz präsentierten sich Karl-Heinz Brand, Kurt Feller, Wolfgang Bachem, Gino Trovatello und Torben Klein erneut in allerbester Spiellaune: Die "Räuber" feierten mit den knapp 600 Gästen im Festzelt bis in die späte Nacht hinein eine fröhliche Party. "Morge sin mer tolerant" hatte die Band kurzerhand zur Kritik am seit Mai auch in Zelten geltenden Rauchverbot umfunktioniert, doch Probleme gab es angesichts des nötigen Verzichts auf den Glimmstengel nicht.

Nach den Besuchern in Neuss gehören die Lüttenglehner zu den allerersten, die die vier neuen "Räuber"-Lieder live zu hören bekamen. Wenn die Resonanz nicht täuscht, dürfte etwa das den gefährlichsten Waffen einer Frau gewidmete "Meine Kleine" in jedem Fall zu den Hits der neuen Karnevalssession gehören. Begeistert vom Auftritt der "Räuber" zeigte sich etwa Astrid Brouwer: Das "Elfgener Mädchen" aus Grevenbroich lebt heute in den Niederlanden und wollte sich das Konzert nicht entgehen lassen.

Nach dem im Festzelt gefeierten Feldgottesdienst ging gestern Vormittag der Frühschoppen nahtlos in einen neuen Programmpunkt über. Erstmals überhaupt nämlich hatte der Heimatverein seine Gönner und Sponsoren zu einem Empfang geladen. Am Nachmittag konnte Thomas Brendel dann die sonstigen Freunde des Heimatvereins willkommen heißen: Mit von der Partie waren auch der Glehner Schützenkönig Michael Schröder sowie seine Minister Hans-Josef Küppers und Eddi Roumen. Der Schützenverein Glehn war mit einer fast 20-köpfigen Delegation präsent. Für heute haben sich die Glehner Schützen Thomas Brendel zufolge sogar mit 36 Mann angesagt. Auf stattliche Unterstützung konnte der Heimatverein auch beim Festzug bauen. Unter dem Kommando von Oberst Achim Lambertz verstärkten Gäste aus Glehn und Epsendorf ebenso wie aus Neuss das heimische Regiment. Eine runde Zahl konnte der Neusser Schützenlust-Zug "Hubertus Hirsch" feiern. Er marschierte zum zehnten Mal mit.

Heute gilt die Aufmerksamkeit zunächst vor allem den Jubilaren. Sein Goldjubiläum im Heimatverein feiert Horst Schuler. Seit 40 Jahren dabei sind Roland Bautze, Gerd Schumacher, Rainer Vobis und Hartmut Zierau. Seit mittlerweile 25 Jahren aktiv sind die Silberjubilare Rainer Bierwirtz und Karl-Heinz Grasskamp. Dem Hahnenköppen können Thomas Brendel und seine Vorstandskollegen gelassen entgegen sehen: "Es liegt eine offizielle Meldung" vor, sagte der Präsident am Samstag. Die königslose Zeit hat damit offensichtlich ein Ende.

(NGZ)