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Das Teilinternat am Dormagener Höhenberg erklärt

Leistungssport in Dormagen : So funktioniert das Teilinternat am Höhenberg

Die sportlichen Schülerinnen und Schüler besuchen eine der herkömmlichen Schulen in der Stadt, werden dort abgeholt und dann in der Einrichtung am Höhenberg betreut. Dafür wird ein monatlicher Betrag fällig.

Das Teilinternat, in einem eigenen Gebäude im Sportkomplex am Höhenberg untergebracht, besteht seit 1997. Zurzeit wird die vom TSV Bayer Dormagen betriebene und mit hauptamtlichen Kräften unter Leitung von Hans-Peter König besetzte Einrichtung von rund 60 Schülerinnen und Schülern von der siebten Klasse bis zum Schulabschluss genutzt. Außerdem bietet der TSV an gleicher Stelle eine Nachmittagsbetreuung für Kinder von der zweiten bis zur sechsten Klasse an.

Die Schülerinnen und Schüler besuchen eine normale Schule im Stadtgebiet Dormagen, Partnerschulen sind das Norbert-Gymnasium Knechtsteden, die Bertha-von-Suttner-Gesamtschule in Nievenheim (beides vom Land NRW anerkannte Sportschulen), das Leibniz-Gymnasium, das Bettina-von-Arnim-Gymnasium und die Realschule Hackenbroich. Nach dem jeweiligen Unterrichtsschluss werden sie an der Schule von einem Fahrdienst abgeholt und zum Höhenberg gebracht. „Das erfordert mittlerweile einigen logistischen Aufwand,“ sagt Hans-Peter König, „denn der Schulschluss variiert inzwischen von 13 bis 17 Uhr.“ Am Höhenberg erhalten sie die Möglichkeit zu einem „sportgerechten“ Mittagessen, an das sich Hausaufgabenbetreuung und Förderunterricht anschließen. Anschließend geht es zum Training in den benachbarten Sporthallen und Außenanlagen. Schwerpunktsportarten sind Handball, Säbelfechten, Leichtathletik und Schwimmen. Monatlich müssen sie dafür zwischen 40 (ein Tag pro Woche) und 105 Euro (fünf Tage pro Woche) Beitrag bezahlen, bei der Nachmittagsbetreuung liegen die Summen zwischen 35 und 105 Euro. Gefördert wird die Einrichtung von der Bayer AG, dem Land NRW, der Sportstiftung NRW, der Stiftung Sport der Sparkasse Neuss und des Rhein-Kreises, der Stadt Dormagen und dem Olympiastützpunkt Rheinland. Die Vorteile des Teilinternats bringt dessen Leiter Hans-Peter König auf den Punkt: „Durch uns gewinnen die Sportler Zeit – und Zeit ist nun einmal das wichtigste Gut eines Leistungssportlers.“