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Hockey: Das Klassenziel des HTC heißt: Nur nicht absteigen

Hockey : Das Klassenziel des HTC heißt: Nur nicht absteigen

Schon seit 2001 gehören die Herren von Schwarz-Weiß Neuss in der Halle der 1. Hockey-Bundesliga an. Zum Saisonstart kommt der Meister RW Köln.

Am 3. Februar 2001, genau um 17.17 Uhr, stieg der HTC SW Neuss unter Trainer Peter Kloimstein mit einem 14:3-Sieg in heimischer Stadionhalle über den HC Essen 99 in die Erste Hockey-Bundesliga auf. Kapitän der Meistermannschaft war der heute als Co-Trainer an der Jahnstraße tätige Olli Peters, zu den Leistungsträgern gehörten Thomas Draguhn (mittlerweile Leiter der Hockeyabteilung) und Stephan Busse (Manager). Es folgten elf Jahre, in denen es der HTC zweimal in die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft schaffte — 2008 unterlag die von Carsten Fischbach trainierte Truppe in Hamburg erst im Finale dem Rüsselsheimer RK.

Derlei Höhenflüge sind von dem aktuellen Team nicht zu erwarten. Ganz im Gegenteil. "Unser primäres Ziel heißt, nicht absteigen", sagt Andreas Bauch, der seit 2009 als Trainer das Sagen hat. Direkt zum Auftakt kommt morgen Abend (20 Uhr) der Meister Rot-Weiss Köln in die Stadionhalle, am Samstag (18 Uhr, Sporthalle An den Holter Sportstätten) geht es zum starken Rückkehrer Gladbacher HTC. Die Kölner können wählen, ob sie der Konkurrenz mit einem von Christopher Zeller, Benjamin Weß, Max Weinhold und Jan-Marco Montag angeführten Team voller Olympiasieger und Ex-Weltmeister entgegentreten oder aber dabei auf ihren talentierten Nachwuchs bauen. Bauch weiß natürlich um die erlesene Qualität des RW-Kaders, hätte aber "nichts dagegen, wenn wir Rot-Weiss endlich mal zu Hause schlagen würden".

Der Gladbacher HTC, auf dem Feld bereits im Sommer in die Eliteklasse zurückgekehrt, könnte indes schon eher die Kragenweite der Neusser haben. Bauch, einst selbst überaus erfolgreich im GHTC-Trikot unterwegs, freut sich auf das Spiel: "Die machen da immer eine Riesenshow draus, da geht richtig der Bär ab."

Eins ist von vornherein klar: Um dem Abstieg zu entgehen, muss bei den Schwarz-Weißen in dieser Saison alles optimal laufen. Denn zum einen ist die Westgruppe in der Halle ungemein stark besetzt — Uhlenhorst Mülheim stand im Vorjahr im DM-Halbfinale, der Crefelder HTC ist immer ein Kandidat für die Endrunde —, zum anderen hat Neuss mit erheblichen Personalproblemen zu kämpfen: Kapitän Gregor Steins sowie Patrick und Robin Joseph stehen gar nicht zur Verfügung. Philipp Weide, neben Ex-Weltmeister Sebastian Draguhn wohl der beste Hallenspieler im Kader, begibt sich mit seinen schon älteren Frakturen am Handgelenk zwar erst im nächsten Jahr unters Messer, ist aber leitungsmäßig nicht bei 100 Prozent.

Der Auftritt beim Bonfiglioli-Cup (Platz vier) und die beiden gewonnenen Testspiele gegen den Zweitligisten Kahlenberger HTC stimmen Bauch verhalten optimistisch: "Wir können den Klassenerhalt schaffen. Mit Köln und Mülheim müssen wir uns nicht vergleichen, wir halten uns an Krefeld, Gladbach und Düsseldorf. Wir sind nicht ohne Grund schon so lange in der 1. Liga dabei."

(NGZ/rl)