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Das ist neu bei den Landesligisten Kapellen, Holzheim und Kleinenbroich

Fußball im Rhein-Kreis Neuss : Das ist neu beim heimischen Landesliga-Trio

Nach dem 30. Juni stehen die Kader im Amateurfußball weitgehend, bis dahin mussten sich wechselwillige Spieler bei ihren bisherigen Vereinen abgemeldet haben. Holzheim hat sich kräftig beim Nachbarn SC Kapellen bedient.

Keine Frage, die Folgen der Corona-Pandemie haben auch den Amateurfußball im Rhein-Kreis kräftig durchgeschüttelt, die Vereine mussten sich immer wieder mit neuen Situationen auseinandersetzen. Ein Bereich ist aber unverändert geblieben, nämlich der der Wechselmodalitäten. Bis zum 30. Juni musste sich ein Spieler bei seinem bisherigen Verein abgemeldet haben, um ohne Sperre zu einem anderen Klub wechseln zu können. Seit Ende vergangener Woche stehen somit auch weitestgehend die Kader der drei heimischen Fußball-Landesligisten SC Kapellen, Holzheimer SG und Teutonia Kleinenbroich. Wobei sich alle drei ein Hintertürchen offenlassen, falls sich doch noch eine überzeugende Personalie ergibt. Denn theoretisch können noch bis 31. August (Wechselperiode I) Spieler verpflichtet werden, wenn sie sich denn vorausschauend abgemeldet haben.

Der ehemalige Oberligist SC Kapellen hat bei seinen Neuverpflichtungen komplett auf große Namen verzichtet. „Wir wollten unsere Mannschaft weiter verjüngen und haben das umgesetzt“, sagt SCK-Geschäftsführer Ralf Stübben. Dazu passt auch die Verpflichtung von Trainer Björn Feldberg als Nachfolger von Jörg Ferber, der inzwischen aus privaten und beruflichen Gründen auch sein Amt als Sportlicher Leiter niedergelegt hat. Feldberg war zwar zuletzt beim A-Ligisten SV Glehn in Amt und Würden war, hatte sich aber zuvor in der Nachwuchsabteilung des 1. FC Mönchengladbach und auch schon mal beim SCK um die Weiterentwicklung junger Spieler gekümmert. Von ihrem Weg ließen sich die Kapellener auch nicht davon abbringen, dass sie in Nico Bayer und Stephan Wanneck zwei überaus erfahrene Kräfte und in Baran Bal einen jungen Spieler mit sehr viel Potenzial an den Nachbarn und Lokalrivalen Holzheimer SG verloren. Neben den Nachwuchskickern aus dem eigenen Stall, die eine Chance bekommen sollen, kommen von extern in Jonas Giesen und Lorenz Kowalle zwei Youngster, die viele Jahre in den Bundesliga-Nachwuchsteams von Fortuna Düsseldorf ausgebildet wurden. „Sie passen von ihrer Vita und ihrem Charakter sehr gut zu uns. Wir wollen eine Mannschaft, die sich mit der Sache identifiziert“, betont Stübben. Einziger Neuer, der schon ein paar Jahre Seniorenerfahrung hat, ist Dzenan Sinanovic, der in Kapellen ausgebildet wurde, dann aber vier Jahre für den TuS Grevenbroich kickte. „Wir machen kein Druck auf unser junges Team, wir wollen einfach nur eine gute Saison spielen“, sagt Stübben mit Blick auf die Ziele. In der Vorbereitung befindet sich der SCK schon länger, nach dem Testspiel am 16. Juli gegen TuRU Düsseldorf wird aber noch mal eine zehntägige Pause eingelegt.

 Björn Feldberg ist der neue Trainer in Kapellen.
Björn Feldberg ist der neue Trainer in Kapellen. Foto: FuPa
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Auch bei der Holzheimer SG pausieren sie noch mal, bevor dann die ganz heiße Phase der Vorbereitung startet. Trainer Hamid Derakhshan ist jedenfalls froh, dass er ein Trio aus Kapellen überzeugen konnte, sich seinem Team anzuschließen, schließlich hat er selbst den Abgang eines starken Quartetts zum Bezirksligisten DJK Gnadental zu verkraften. Dabei schmerzen ihn zwei Abgänge besonders: „Einen Angreifer wie Maurice Girke kann man nicht einfach 1:1 ersetzen, und Pierliugi Principe war für unsere Abwehr extrem wichtig“, betont der Coach. Neben den Kapellenern hat die HSG bislang hauptsächlich Perspektivspieler verpflichtet, hat seine Planungen aber noch nicht abgeschlossen. Aktuell werden noch Gespräche mit drei Akteuren geführt, für die die Abmeldefrist am 30. Juni keine Relevanz hat. Zweimal stand Holzheim bislang zum Testen erfolgreich gegen Bezirksligisten auf dem Platz (6:2 gegen Solingen-Wald, 6:4 gegen HSV Langenfeld), das nächste Testspiel steht am 11. Juli gegen den VfL Jüchen-Garzweiler an.

 Erik Pöhler ist neu bei Teutonia Kleinenbroich.
Erik Pöhler ist neu bei Teutonia Kleinenbroich. Foto: FuPa

Teutonia Kleinenbroich feilt zwar noch an den letzten Details des Testspielprogramms, ist aber auf dem Transfermarkt schon sehr weit. Der Aufsteiger der Vorsaison hat keinen Spieler verloren, dafür aber vom Ligakonkurrenten DJK/VfL Giesenkirchen drei für sich gewinnen können. „Damit füllen wir unseren Kader nicht nur auf, sondern haben Qualität dazugewonnen“, betont Co-Trainer Björn Linevondeberg, der zuletzt den urlaubenden Norbert Müller vertrat. Gleichwohl können sich auch die Kleinenbroicher vorstellen, noch etwas am Kader zu tun. Zuletzt waren einige Gastspieler beim Training. Egal wie, Linevondeberg ist guter Dinge, dass die Teutonia die Klasse hält, „wenn alle fit sind und gesund bleiben“.