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Korschenbroich: Das Feuerwerk der Helikopter

Korschenbroich : Das Feuerwerk der Helikopter

Als bei den vierten Niederrhein Helidays die Nacht hereinbrach, ließen die Piloten ihre Modellhubschrauber mit Beleuchtung starten und bewegten sie synchron zur Musik. Dabei zeigten sie spektakuläre Flugmanöver.

Unbemannte Flugobjekte, die am sternenklaren Nachthimmel bunt leuchteten, wurden am Wochenende über einem Kleinenbroicher Feld gesehen. Doch keine Sorge: Es handelte sich weder um die Invasion von Außerirdischen noch um Aufklärungsdrohnen eines Geheimdienstes. Die bunten Lichter am Nachthimmel waren LED-Lampen von Modellhubschraubern, die bei den vierten Niederrhein Helidays des Flugmodellsportvereins Kleinenbroich am Nachtflug teilnahmen. Die zweitägige Veranstaltung lockte rund 2 000 Gäste an. Sie erlebten Wettflüge und Geschicklichkeitsübungen von Modellhelikoptern, die bis zu 20 000 Euro wert sind.

"Beim Nachtflug ist die Fluglage ganz anders. Man muss die Maschine gut kennen, um sie bei Dunkelheit zu steuern", erzählte Michael Menge, der bei den Helidays als Moderator fungierte. Als solcher heizte er die Besucher ordentlich an und erklärte einige Details. Viel spektakulärer als seine Worte waren jedoch die Darbietungen der Flugkünstler. Zu ihnen gehörte Detlef Hoffmann. Er ließ seinen Modellhubschrauber zu einem Medley aus dem Fliegerlied "So ein schöner Tag", "Probier´s mal mit Gemütlichkeit" und "He's a pirate", dem Titelsong aus dem Film "Fluch der Karibik", in den Himmel steigen. Dabei bewegte sich der beleuchtete Helikopter synchron zur Musik. Als diese zu Ende ging, ertönte aus den Lautsprechern der Klang eines stockenden Motors. Passend dazu inszenierte Hoffmann eine Notlandung. Carsten Frenzel, der extra aus der Nähe von Aschaffenburg angereist war, flog mit seinem Modell so schnell, dass nur ein Lichtstreif zu sehen war.

Frenetischen Applaus des Publikums erntete Heiko Fischer. Der Heidelberger zeigte Kunststücke, bei denen der Laie jeden Moment mit dem Absturz des Modellhubschraubers rechnet. Neben den begeisterten Helikopterfans war auch Eric Weber am Start. Der fünfmalige Deutsche Meister und amtierende Europameister im 3D-Kunstflug bewies, warum er ein so erfolgreicher Modellpilot ist. Er flog Loopings und ließ die Maschine um die eigene Achse drehen. Achim Böhler, der sich als Flugleiter um den Ablauf kümmerte, startete mit einem Modell, dass in den französischen Nationalfarben leuchtete. Da die Niederrhein Helidays zwei Tage dauerten, verwandelten die Starter das angrenzende Feld des Modellflugplatzes Kleinenbroich in einen Campingplatz. Rund 60 Wohnwagen aus Deutschland, Spanien und den Niederlanden standen neben Zelten und Schlafsäcken. Bis in den Morgen wurde gefachsimpelt – und der ein oder andere Trick unter Experten ausgetauscht.

(NGZ)