Lokalsport : Das Feiern geht weiter

Die Handballfans des TSV Bayer Dormagen kommen aus dem Feiern gar nicht mehr raus.

Nachdem sich die Erstvertretung am Samstagabend um fünf Minuten vor neun den Aufstieg in die Bundesliga sicherte und die Reserve nur eine halbe Stunde später den Sprung in die Regionalliga vermeldet, machte die A-Jugend vom Höhenberg am Sonntag am frühen Abend den Triumph des TSV Bayer Dormagen für dieses Wochenende perfekt.

Mit 43:33 (Halbzeit 24:15) fertigte die Truppe von Trainer Pascal Mahé den VfL Eintracht Hagen ab und zog damit nach dem 31:31-Remis im Hinspiel in überzeugender Manier ins Endspiel um die Westdeutsche Meisterschaft ein. "Meine Jungs haben die richtige Antwort gegeben", erklärte ein sichtlich erleichterter Mahé nach dem Schlusspfiff.

Zumal es nach dem Unentschieden aus dem Hinspiel lange Gesichter beim Handball-Nachwuchs vom Höhenberg gegeben hatte. Als klarer Favorit - ohne Niederlage hatte sich der TSV in die Play-offs gespielt - waren die Chemiestädter nach Hagen gereist und mussten dort erleben, dass im Sport Vorschusslorbeeren alleine nicht reichen, um ein Spiel zu gewinnen. Daraus hatten die Mahé-Schützlinge allerdings gelernt.

Im Rückspiel vor gut 450 Zuschauern, unter denen sich auch fast alle sonntägigen Aufstiegshelden befanden, agierten die Dormagener leidenschaftlich, emotional und zudem spielerisch und kämpferisch überzeugend. Zu keiner Zeit geriet das Spiel zu einer Zitterpartie für den TSV, der lediglich in der ersten Spielminute mit 0:1 in Rückstand geriet.

Danach war es allen voran Max Holst, der aus allen Lagen traf und gleichzeitig nicht vergaß, seine Mitspieler brillant ins Szene zu setzen. Holst erzielte in der ersten Halbzeit neun seiner zwölf Treffer und hatte maßgeblichen Anteil an der 24:15-Führung zur Pause.

Und damit war der Sieg den Dormagener A-Jugendlichen nicht mehr zu nehmen. Zudem auch Torhüter Daniel Schlingmann einen bärenstarken Tag erwischte und seinen Kasten nahezu vernagelte - über 20 Paraden standen letztlich für den Jugendnationalspieler zu Buche, darunter auch mehrere Siebenmeter.

Ihn begruben seine Teamkollegen nach Schlusspfiff auch als erstes unter einer Menschentraube, als es für die Jungs kein Halten mehr gab. Für den TSV spielten: Schlingmann, Burggraf; Holst (12), Tebbe (6), Brose, Wittig, Mahé, Doetsch (je 5), Schmidt (4), Hillebrandt (1), Zimmermann, Hensing, Döring.

(NGZ)
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