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Das DM-Ticket gibt es für die deutschen Minigolfer diesmal gratis dazu

Minigolf : Das DM-Ticket gibt es diesmal gratis dazu

Noch hat der Deutsche Minigolfsport-Verband (DMV) den Spielbetrieb als Reaktion auf die Corona-Krise nicht komplett abgesagt, doch für die Bundesligisten MGC Dormagen-Brechten und SpG Büttgen/Uerdingen steht schon jetzt fest, dass sie sich mindestens bis Juni gedulden müssen.

Dass die Herren des MGC Dormagen-Brechten am Wochenende nicht zum ersten Spieltag der Bundesliga Nord nach Goslar reisen würden, hatte bereits seit Mitte März festgestanden. Gleiches gilt für die ebenfalls in der deutschen Eliteklasse vertretenen Frauen der  SpG Büttgen/Uerdingen und des MGC Dormagen-Brechten. Doch mit einem kritischen Blick auf die weitreichenden Beschlüsse von Kommunen, Städten und Gesundheitsämtern hat der Verband erkannt, „dass in einigen Regionen auch ein zweiter und dritter Spieltag der überregionalen Ligen nicht stattfinden kann“, führt  DMV-Generalsekretär Achim Braungart Zink aus. Weil der organisierte Sport mit seinen gesellschaftlichen Werten ein maßgeblicher Motor für die Wiederaufnahme des sozialen Lebens sei, sobald die ergriffenen Maßnahmen gelockert würden, „möchten wir die Sportsaison zum jetzigen Zeitpunkt nicht komplett absagen“, wohl aber habe das Präsidium gemeinsam mit dem Sportausschuss den Spielbetrieb betreffende Beschlüsse gefasst.

In den überregionalen Ligen fallen die ersten drei Spieltage aus. Da schon jetzt feststeht, dass in weiten Teilen Deutschlands ein regulärer Sportbetrieb bis auf weiteres unmöglich ist, sagt der Verband in der 2. Bundesliga Nord (mit dem MGC Dormagen-Brechten II) auch die Spieltage am 26. April in Velbert und am 10. Mai in Bochum ab. Danach stünden im Erstliga-Unterhaus in Castrop (7. Juni), Dormagen (26. Juli) und Wesel (6. September) noch drei weitere Runden aus. Ob dann wirklich gespielt wird, soll sich jeweils zwei Wochen vorher entscheiden.

Alle Erstligisten sind automatisch für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert. Im Gegensatz zur 2. Liga (sechs Spieltage) stehen im Oberhaus bei Damen und Herren insgesamt nur vier reguläre Spieltage auf dem Programm. Drei Termine sind mit Goslar (5. April), Arnsberg (26. April) und Wolfsburg (10. Mai) bereits gecancelt, bliebe zur Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft in Schriesheim (1. bis 4. Juli) nur noch Herne am 7. Juni übrig. „Und dieser Spieltag könnte bei schlechtem Wetterverlauf eventuell sogar noch gekürzt werden“, gibt Achim Braungart Zink zu bedenken. Darum gebiete es alleine schon die sportliche Fairness, auch diesen Spieltag abzusagen und es damit allen Teams zu ermöglichen, an der DM teilzunehmen. Darin sieht der Generalsekretär kein Problem: „Die zusätzliche Teilnehmerzahl wird mit 15 bis 20 Spielern und Spielerinnen so ausfallen, dass der normale sportliche Ablauf einzuhalten ist.“

Auf- und Abstiegsregelung  ausgesetzt. Kein Verein soll gezwungen sein, entgegen seiner eigenen Risikoabschätzung anzutreten. Daher gibt es im DMV in dieser Saison weder Auf- noch Abstieg – 2021 wird in den gleichen Ligen und der gleichen Einteilung gespielt. Das begründet Achim Braungart Zink stellvertretend so: „Wir wollen niemandem den Spielbetrieb aufzwingen, denn der Mannschaftsspielbetrieb ist die Basis unserer überregionalen Sportstruktur. Wenn wieder Normalität eintritt, wollen die Mannschaften einfach zusammen sein,  wollen trainieren, das Mannschaftsgefüge wieder aufnehmen und in den sportlichen Wettkampf eintreten.“

Darüber hinaus legt das Präsidium des DMV den Landesverbänden und Vereinen nah, für ihren Verantwortungsbereich ebenfalls Entscheidungen zu treffen, die sowohl der aktuellen Lage als auch der bereits angesprochenen Rolle des Sports als Motor für die Gesellschaft gerecht werden. Natürlich, räumt Achim Braungart Zink ein, bliebe das Risiko, dass alle Planungen durch weitere Absagen rasch hinfällig werden könnten, „aber sinnvoll sind sie dennoch, denn wenn der Spielbetrieb wieder losgehen kann, haben wir gut vorgesorgt.“