Korschenbroich : Das Bürgerbüro zieht um

Der erste Schritt zur Rathaus-Zentralisierung steht bevor: Das Bürgerbüro zieht an die Sebastianusstraße. Noch wird dort gebaut. Die Eröffnung ist für den 1. März geplant. Dann hat auch die Suche nach dem Haupteingang ein Ende.

Im Foyer des Rathauses wird seit Wochen emsig gebohrt und gehämmert. Dort, wo früher die Poststelle war, soll künftig das Bürgerbüro einziehen. Damit kommt zusammen, was zusammengehört. "Jetzt wird der erste Schritt der Rathaus-Zentralisierung vollzogen", freut sich die Verwaltungsspitze. Und dass sich die Arbeiten um acht Wochen verzögert haben, stört die Verantwortlichen dabei nicht. "Wir bleiben im Kostenrahmen von 280 000 Euro."

Der 1. Januar war als Umzugstermin vorgesehen. "Wegen Lieferschwierigkeiten konnten wir ihn nicht einhalten. Wir hatten jedoch zuvor schon – dank der gewohnten Kooperationsbereitschaft der Sparkasse – einen zeitlichen Puffer für die angemieteten Räume an der Hindenburgstraße einkalkulieren können", sagt Bürgermeister Heinz Josef Dick auf Anfrage. Fest steht für ihn jetzt aber: "Der 1. März wird gehalten. Baulich ist alles gut vorangeschritten", gibt sich Dick zufrieden.

Der Durchbruch im Foyer ist längst erfolgt. Damit Platz für das neue Bürgerbüro geschaffen werden konnte, musste bereits im August ein tragender Pfeiler weichen. Die Wände sind allesamt verputzt und tapeziert, der Teppich größtenteils verlegt. Was noch fehlt – das sind die Möbel.

Und mit dem Umzug und der Eröffnung des Bürgerbüros hat auch das Suchspiel ein Ende. In den vergangenen Wochen irrten immer wieder Bürger ums Rathaus, auf der Suche nach dem provisorischen Hintereingang. Viele Korschenbroicher, die dort etwas erledigen wollten und der Beschilderung folgten, landeten zunächst auf dem Parkplatz der Post. Nicht jeder kam auf Anhieb auf die Idee, noch einige Meter bis zur nächsten Hausecke weiter zu gehen. Erschwert wurde die Suche nach dem rückwärtigen Eingang auch noch durch die Witterung: Die Hinweisschilder waren zusammengeklappt und festgefroren.

Wer nach dem 1. März ins Rathaus will, hat direkt den neuen Eingang im Blick. Bei dem Umbau wurde in Anlehnung des Wegmann-Konzeptes nämlich auch die Eingangssituation verändert. Wer dann von der Sebastianusstraße zur Verwaltung will, läuft über den neu gestalteten Rathausvorplatz direkt auf den Eingang zu. Dort treffen die Besucher zunächst auf eine Info-Theke. "Von dort aus leiten die Mitarbeiter die Bürger durch die Verwaltung." Mit dem Umzug entfällt für die Stadt auch die Miete an die Sparkasse. "Wir sparen unter dem Strich mit allem 4000 bis 5000 Euro pro Jahr", sagt Bürgermeister Dick.

Das Bürgerbüro fällt in den Zuständigkeitsbereich von Christa Beeck, Amtsleiterin für "Recht, Ordnung, Feuerschutz". Zum Service erklärt sie: "Zwei bis fünf Mitarbeiter sind je nach Stoßzeit vor Ort. Die Dienstleistungen und die Öffnungszeiten bleiben dieselben."

(NGZ)