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Crosslauf-Comeback auf der Neusser Galopprennbahn

Leichtathletik in Neuss : Crosslauf-Comeback zum Jubiläum des Stadtsportverbands

Crossläufe auf der Neusser Galopprennbahn haben eine große Tradition. Bis 2002 waren regelmäßig Topathleten wie Hobbyläufer am Start. Weil der Stadtsportverband 100 Jahre alt wird, gibt es Ende Oktober eine Neuauflage.

Es gab Zeiten, da lockten die in der Spitze mit exzellenten Athleten aus dem In- und Ausland besetzten Crossläufe auf der Galopprennbahn am Hessentor bis zu 5000 Zuschauer an. Bei der letzten Auflage der Asics Cross-Challenge im Jahr 2002 sorgte das Duell von Olympiasieger Dieter Baumann mit den schnellen Männern aus Afrika für Aufsehen. Dass Crossläufe auf dem Pferdesportareal in der Sportgeschichte der Qurinusstadt also eine prägende Rolle spielen, hat der Stadtsportverband Neuss (SSV) zum Anlass genommen, um im Jahr seines 100-jährigen Bestehens zusammen mit allen Vereinen im Stadtgebiet, die Leichtathletik anbieten, eine Neuauflage auf die Beine zu stellen. Die Vorbereitungen für die Veranstaltung am Samstag, 30. Oktober, laufen auf Hochtouren.

„Die Idee ist im Frühjahr entstanden. Wir sind dann auf die Vereine zugegangen und haben positive Reaktionen erhalten“, erklärt Gösta Müller in seiner Funktion als SSV-Geschäftsführer. Der Termin wurde zwar schnell beim Deutschen Leichtathletik-Verband angemeldet, doch wegen der ungewissen Corona-Lage köchelten die organisatorischen Arbeiten lange auf Sparflamme. Erst vor rund einem Monat fiel die endgültige Entscheidung, dass es nach 19 Jahren mal wieder eine Cross-Veranstaltung auf der Galopprennbahn geben soll. Wobei es für die meisten Läufe der Veranstaltung genau genommen nur ein Umzug ist, denn kurz nach dem Aus der Asics Cross-Challenge wurde in Neuss der sogenannte Schülercross ins Leben gerufen. Dessen 18. Auflage wird vom Stadtwald auf die Rennbahn verlegt und um einen Jedermann-Cross (ca. 3,8 Kilometer) sowie einen Cross-Hauptlauf (ca. 8,6 Kilometer) ergänzt.

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Die Schülerläufe waren für Walter Schäfer von der Holzheimer SG ausschlaggebend, sich auch wieder bei einem Comeback auf der Rennbahn einzubringen. „Der Schülercross muss weitergehen und die Bedingungen im Stadtwald wären in Zukunft nicht leichter geworden“, sagt Schäfer, der in der Vergangenheit nicht nur bei der Organisation der Schülercrossläufe mitgeholfen hat, sondern auch schon bei der Asics Cross-Challenge für die Gestaltung der Strecke und als Kampfrichter für die Starts verantwortlich zeichnete. Dass der SSV-Geschäftsführer Gösta Müller die Jubiläumsveranstaltung als Testballon dafür sieht, ob es eventuell eine Fortsetzung gibt, findet Schäfer gut. „Die Rennbahn ist einfach eine tolle Location für eine solche Veranstaltung. Wir müssen jetzt einfach gucken, wie sie angenommen wird“, sagt Schäfer, betont aber: „Ein Verein alleine kann das nicht stemmen. Da müssten alle mitziehen.“

Was die bisherige Resonanz auf den Jubiläumscross anbelangt, gibt es bei den Schülerläufen keinen Grund zur Klage. Vor den Herbstferien sind schon rund 250 Meldungen eingegangen, Gösta Müller rechnet mit rund 400 Teilnehmern aus den Schulen. Noch nicht ausreichend herumgesprochen hat sich offenbar, dass es auch zwei Läufe für die Altersklassen ab U18 aufwärts gibt. „Wichtig ist, dass die Läufe nicht nur für Cross-Spezialisten gedacht sind. Jeder kann mitmachen, Spikes sind nicht nötig“, erklärt Gösta Müller. Dazu passt, dass es zwei Stände von Laufschuhanbietern geben soll. Wer sich also nicht sicher ist, kann sich dort nach geeignetem Schuhwerk umschauen und es auch ausprobieren. Angelockt werden sollen Läufer auch mit einem Crosslauf-typischen Ambiente. So soll es Strohballen und Baumstämme auf der von Walter Schäfer mit Flatterband abgesteckten Strecke geben. Das nächste Kapitel in der Neusser Cross-Geschichte kann geschrieben werden.