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Crash Eagles Kaarst wollen mit Teamgeist zum Europacuptitel

Skaterhockey : Mit Teamgeist zum Europacuptitel

Obwohl die in Topform anreisenden Crash Eagles Kaarst den Kampf um die kontinentale Krone nicht in Bestbesetzung aufnehmen können, will der Skaterhockey-Bundesligist im schweizerischen Rossemaison mindestens ins Viertelfinale. 

Das nur knapp 700 Einwohner zählende Dorf Rossemaison bei Delémont im Schweizer Jura ist mittlerweile so etwas wie das Wohnzimmer der Crash Eagles. Erst Anfang Juli war der U19-Nachwuchs des Kaarster Bundesligisten in der 455 Meter hoch gelegenen Gemeinde zu Gast und sicherte sich dort mit einem 5:4-Sieg im Endspiel über den gastgebenden SHC Rossemaison den Europapokal. Platz drei ging an den Deutschen Vizemeister Bissendorfer Panther, der im kleinen Finale Sayaluca Lugano (Tessin) mit 16:2 abfertigte. Zuvor hatte sich in diesem Wettbewerb schon die U13 der Adler in Krefeld mit einem 5:3 gegen die Bissendorfer Panther den Titel geholt, gefolgt vom zweiten Rang der U16, die in heimischer Stadtparkhalle den Rødovre Red Devils aus Dänemark mit 3:7 unterlag.

Ins Finale wollen am Sonntag im letzten (Euro-) Akt 2022 auch die Herren der Crash Eagles. Allerdings reisen die Schützlinge von Trainer Marcus Drücker am Donnerstag nur als Nachrücker in die Schweiz, „hatte die vergangene Saison doch unter keinem guten Stern für unsere Bundesligamannschaft gestanden“, stellt der Vorsitzende Georg Otten rückblickend fest: „Abgesehen von der Tatsache, dass wir ohne etatmäßige Herrentorhüter spielen mussten, war die wegen der Corona-Pandemie stark verkürzte Spielzeit 2021 alles andere als günstig verlaufen. Dass wir trotzdem in Rossemaison antreten können, liegt nur an der Absage des TV Augsburg, dessen frei gewordenen Platz im Feld wir nun einnehmen.“

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In der aktuellen Saison läuft es für die mächtigen Adler – nach leichten Startschwierigkeiten – aber wie am Schnürchen. Torwart Richard Steffen ist wieder fit und in Daniel „Taylor“ Schneider verfügt der viermalige Deutsche Meister über einen weiteren Klassemann zwischen den Pfosten. „Auch der reaktivierte Torwart Oli Derigs hat seinen Trainingsrückstand aufgeholt und zeigt sehr ansprechende Leistungen“, möchte Georg Otten außerdem festgehalten wissen. Erst am vergangenen Wochenende gelang in der Bundeshauptstadt ein 15:2-Kantersieg über Unitas Berlin – einschließlich Pokal der fünfte Triumph in Folge. Ganz sorgenfrei ist der Kaaster Coach indes nicht, denn in Bestbesetzung können die Adler nicht antreten. „Studium, Beruf und Verletzungen sind hier die Gründe“, erklärt Otten und sagt sofort, auf was es nun besonders ankommt: „Da wir leider nicht komplett nach Rossemaison reisen können, ist der Zusammenhalt im Team umso wichtiger.“

Der Tabellenzweite der Bundesliga muss in der Vorrunden-Gruppe A mindestens den vierten Rang erreichen, um sich für das Viertelfinale der besten acht Mannschaften zu qualifizieren. Dabei bekommen es die Kaarster mit den Köln-Rheinos, dem SHC Rossemaison, dem SHC Givisiez (beide Schweiz) sowie den Cardiff Panthers (Wales) und den Vienna Lunatics aus Österreich zu tun. „Unser Mindestziel ist dieser vierte Platz in der Gruppe, und im Viertelfinale schauen wir dann einfach mal, was geht“, sagt Drücker nüchtern. Favorisiert sind für ihn vor allem Gastgeber SHC Rossemaison, die routinierten Gentofte Starz aus Dänemark und selbstverständlich auch der Deutsche Meister Skating Bears Krefeld.

Otten fasst zusammen: „Nachdem wir in den letzten Jahren immer zum Favoritenkreis zählten, stehen wir jetzt vor einer neuen Ausgangssituation. Aber mit dem Team-Spirit der vergangenen Monate ist eine Überraschung immer drin ...“