Crash Eagles Kaarst holen den Skaterhockey-Europacup

Skaterhockey: Jung-Adler holen Europas Krone

Die Junioren der Crash Eagles Kaarst haben zum dritten Mal in den vergangenen fünf Jahren den Skaterhockey-Europacup gewonnen. 600 Besucher sahen beim Finale gegen die Miners Oberhausen in der Stadtparkhalle zu.

Die Skaterhockey-Cracks der Crash Eagles Kaarst bleiben in Deutschland – und ganz Europa – eine Macht. Beim in der eigenen Stadtparkhalle ausgerichteten Europacup sicherten sich die Adler-Junioren den Europacup. Nach 2014 in Givisiez (Schweiz) und 2015 in Krefeld war es bereits der Dritte Coup in den vergangenen fünf Jahren. „Wenn man dann auch noch sieht, dass wir 2016 Vizepokalsieger und 2017 Dritter geworden sind, stellt man fest, dass es sich hier nicht um eine Eintagsfliege handelt“, sagte Georg Otten, Vorsitzender und Herren-Trainer des amtierenden Deutschen Junioren- und Herren-Meisters.

600 Zuschauer sahen das Endspiel gegen die Miners Oberhausen, in dem der U19-Nachwuchs der Crash Eagles mit 4:3 die Oberhand behielt. Nachdem Kaarst das erste Duell in der Gruppenphase gegen den NRW-Lokalrivalen noch mit 0:1 verloren hatte, legten die Gastgeber im Finale richtig los: Ganz schnell trafen die Eagles doppelt und nahmen nach zwei weiteren Toren im zweiten Abschnitt eine 4:0-Führung mit ins letzte Drittel – die Entscheidung sollte das aber noch lange nicht gewesen sein. „Dann kamen die Miners wie verwandelt aus der Kabine“, sagte Otten, der sah, wie Oberhausen binnen sieben Minuten drei Tore aufholte und plötzlich auf den Ausgleich drückte. Otten beschreibt den Druck der Gäste: „Die letzten drei Minuten waren dann von einem Oberhausener Sturmlauf gekennzeichnet, doch unsere Abwehr blockte sämtliche Versuche.“ So durfte Kapitän Dorian Stobbe den Pokal aus den Händen von Schirmherr Heinz Kiefer, Leiter des Kaarster Sportamts, entgegennehmen und – passend zum Kaarster Schützenfest – ein Wochenende mit, laut Otten, „besten Rahmenbedingungen“ krönen.

Über drei Tage hatten sich die zehn Topteams Europas aus Deutschland, Dänemark, der Schweiz und England  in Kaarst miteinander gemessen, nach der traditionellen Eröffnungsfeier sahen auch die Kaarster Bürgermeisterin Ulrike Nienhaus und Landrat Hans-Jürgen Petrauschke das Eröffnungsspiel zwischen Oberhausen und den Gentofte Starz (Dänemark). Die Eagles starteten gegen Rolling Aventicum (Schweiz) souverän mit einem 7:0-Erfolg, auch gegen die nächsten Eidgenossen vom SHC Buix hielten sich die Adler mit einem 4:0-Sieg schadlos. Gegen Gentofte reichte es zu einem knappen 1:0, ehe im letzten Gruppenspiel gegen Oberhausen die einzige Pleite des Turniers folgte. Das bedeutete im Viertelfinale für Kaarst allerdings auch den schwereren Gegner aus der Parallelgruppe. Die Red Devils Berlin unterlagen zwar mit 2:4, erwiesen sich für Otten aber als harte Nuss: „Die Hauptstädter haben es uns Kaarstern nicht leicht gemacht.“ Lediglich die Kaltschnäuzigkeit im Abschluss hätten die Berliner vermissen lassen.

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Im Halbfinale wartete im SHC Rossemaison (ebenfalls Schweiz) der große Turnierfavorit zu einer ganz engen Partie, die die Eagles erst nach Verlängerung mit 2:1 für sich entschieden. Hätte Fabian Hegmann in den entscheidenden Minuten nicht seine ganze Klasse gezeigt, wäre die Begegnung wohl anders gelaufen. Der Goalie hielt Kaarst mehrfach im Spiel, vorne blieben die Adler dann eiskalt: Jan Wrede legte perfekt auf Lennart Otten auf, der  den Siegtreffer markierte, der Kaarst ins Finale gegen Oberhausen schickte. Lennart Otten war schließlich auch der einzige Kaarster im fünfköpfigen All-Star-Team.

In der 1. Juniorenliga West belegt der Kaarster Nachwuchs zu Beginn der Rückrunde mit acht Siegen aus acht Spielen den ersten Platz. Auch die Herren liegen als aktuell Vierter total im Soll und haben noch mehr Spiele in der Hinterhand als die drei Spitzenteams. Eine Eintagsfliege, das hat Georg Otten richtig erkannt, ist der Kaarster Erfolg nun wirklich nicht.

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