Skaterhockey Mit kühlem Kopf zum fünften Titel

Kaarst · Ein Sieg am Samstagabend (19 Uhr) beim HC Köln-West Rheinos würde die Crash Eagles Kaarst zum Deutschen Skaterhockey-Meister machen.

Zugepackt: Auch Richard Steffen muss am Samstag im Tor der Crash Eagles Kaarst einen guten Tag erwischen.

Zugepackt: Auch Richard Steffen muss am Samstag im Tor der Crash Eagles Kaarst einen guten Tag erwischen.

Foto: AXEL THOMAE

Qualität haben die Crash Eagle Kaarst mehr als genug im Kader, schließlich schloss das Team von Trainer Marcus Drücker die Hauptrunde der Skaterhockey-Bundesliga auf Platz eins ab, doch soll das in der Großsporthalle Bocklemünd gegen Gastgeber HC Köln-West Rheinos schon am Samstag (19 Uhr) klappen mit dem fünften nationalen Meistertitel, braucht es vor allem einen kühlen Kopf. Vorsitzender Georg Otten, Mitglied der Meisterteams von 1997 und 1998, spricht Klartext: „Wenn man das erste Finale der Play-off-Serie in Kaarst und das Spiel in Köln in der Hauptrunde analysiert, stellt man fest, dass Strafzeiten tunlichst zu vermeiden sind.“ Stimmt auffallend: In der Hauptrunde (7:4 für Köln) erzielten die Rheinos fünf der sieben Tore in Überzahl, in Kaarst waren es zwei Überzahltreffer beim 6:4-Erfolg der Adler, die nach dem ersten Viertel mit 3:0 geführt hatten. Daraus folgert Otten: „Wenn es uns gelingt, von der Strafbank wegzubleiben, dann stehen die Chancen für einen erneuten Titelgewinn sehr gut.“ Wenn nicht, muss am 18. Dezember das dritte Spiel die Entscheidung bringen.

In der Offensive können die Kaarster indes jedem Kontrahenten das Fürchten lehren: In Thimo Dietrich (19 Punkte), Moritz Otten (18), Tim-Niklas Wolff (17) und Tim Dohmen (16) belegen gleich vier Eagles die ersten vier Plätze der Erstliga-Scorerliste. Erst dann folgt in Routinier Robin Weisheit mit 14 Punkten der erste Kölner. Er war natürlich auch schon im vergangenen Jahr dabei, als die Rheinos in der wegen der Corona-Pandemie verkürzten Saison mit dem Crefelder SC um den Titel gerungen hatten. Gespielt wurde nicht nach dem Modus „Best-of-Three“, sondern nur mit Hin- und Rückspiel. Und da die Skating Bears das erste Match deutlich mit 11:3 gewonnen hatten, bescherte ihnen die viel knappere 6:8-Niederlage in der zweiten Partie den ersten DM-Titel der Vereinsgeschichte. Die Crash Eagles triumphierten 2017 (gegen Iserlohn) und 2018 (gegen Köln-West) und standen darüber hinaus auch 2016 und 2019 in der Finalserie, zogen aber jeweils gegen die SHC Rockets Essen den Kürzeren.

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