Skaterhockey : Crash Eagles überrollen Schlusslicht aus Oberhausen

In der Skaterhockey-Bundesliga fertigt der Deutsche Meister hoffnungslos unterlegene Miners mit 26:6 ab.

Mit einem 26:6-Erfolg (6:2, 13:3, 7:1) über bedauernswerte Oberhausen Miners haben die Crash Eagles Kaarst in der Skaterhockey-Bundesliga ihren zweithöchsten Saisonsieg nach dem 26:4 über die Düsseldorf Rams gefeiert. Der amtierende Deutsche Meister hat im Rennen um den Play-off-Heimvorteil damit Boden gut gemacht, bleibt nach elf Spielen aber vorerst auf dem vierten Tabellenplatz.

„Es war eine mehr als deutliche Angelegenheit“, stellte Eagles-Trainer Georg Otten fast zwangsläufig fest, schließlich ließen seine Schützlinge von Beginn an wenig Zweifel am Spielausgang aufkommen. Da half es auch nicht, dass die personell gerupften Gäste aus dem Ruhrgebiet vor zwei Wochen ihre Zweitvertretung aus der 2. Bundesliga vom Spielbetrieb abgemeldet hatten, um die Bundesliga-Truppe numerisch aufzustocken. Oberhausen ging nach nur acht Sekunden mit der ersten Aktion des Spiels zwar in Führung, erhielt mit dem frühen Ausgleich allerdings prompt den möglicherweise bereits entscheidenden Nackenschlag: Kaarst gelang nach 45 Sekunden das 1:1, weitere fünf Tore bis zur ersten Drittelpause sorgten für eine 6:2-Führung.

Gegen überforderte Gäste fiel es nicht ins Gewicht, dass in Thimo Dietrich der beste Adler nicht dabei sein konnte. Vielmehr brachen im zweiten Drittel alle Dämme, wie Otten beschreibt: „Wir wurden in diesem Abschnitt richtig warm und haben Oberhausen in der eigenen Hälfte eingeschnürt.“ 16 Treffer, davon 13 der Kaarster, sahen die 100 Zuschauer binnen 20 Minuten. Obwohl seine Eagles sieben weitere Tore nachlegten, war Otten nicht ganz glücklich – was allerdings wenig mit der eigenen Leistung zu tun hatte: „Wir freuen uns natürlich über den Sieg, allerdings machen solche Spiele allen Beteiligten nur wenig Spaß.“ Die Miners, in der Vorsaison noch Kaarster Play-off-Gegner im Halbfinale, fristen damit weiter ein trauriges Dasein am Tabellenende und warten nach elf Spielen noch auf einen Punkt.

Für die Crash Eagles trafen: Tim Dohmen (7), Ivo Puhle, Christian von Berg (beide 3), Christoph Ehlert, Lennart Otten, Tim-Niklas Wolff, Felix Wuschech, Nils Lingscheidt (alle 2), Jakob Matzken, Dominik Boschewski und Jan Wrede (alle 1).

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