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Crash Eagles Kaarst feiern im Europapokal den vierten Triumph in Folge

Skaterhockey : Eagles feiern vierten Triumph in Folge

Unwiderstehliche Junioren des Skaterhockey-Bundesligisten aus Kaarst verteidigen in der Schweiz den Europapokal.

Nach der Niederlage im Finale des Europapokals suchten die Junioren des SHC Rossemaison Trost in einem dem 2013 in Johannesburg verstorbenen Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela zugeordneten Spruch: „We never lose. Either we win or we learn.“ – „Wir verlieren nie. Entweder wir gewinnen oder wir lernen.“  Nun. Im Endspiel dürften die jungen Schweizer eine ganze Menge dazugelernt haben, kamen sie im Duell mit Titelverteidiger Crash Eagels Kaarst doch nach 2x15-Minuten mit 0:7 (Halbzeit 0:4) unter die Räder.

Im flammneuen Sportzentrum des gastgebenden SHC Rolling Aventicum in Avenches hatten die Adler freilich zunächst Mühe, ihren Rhythmus zu finden. „Der ungewohnte Belag aus geschliffenem Asphalt war nicht jedermanns Sache“, stellte Eagles-Vorsitzender Georg Otten fest. Nach dem etwas holprigen 3:0-Sieg im ersten Spiel über Wiggertal United (CH) und dem 5:2 gegen die Red Devils Berlin endete der erste Vergleich mit Rossemaison 3:3-Unentschieden. Damit musste für Kaarst im letzten Gruppenspiel ein Erfolg mit sechs Toren Differenz her, um als Erster direkt ins Halbfinale einzuziehen – eine Vorgabe, die der Deutsche Meister mit dem 10:0-Schützenfest gegen MJ Biel-Bienne eindrucksvoll erfüllte. Auf dem Weg ins Endspiel waren die Kaarster am zweiten Turniertag auch von den Red Devils Berlin, die sich im Viertelfinale überraschend mit 4:3 gegen die Givisiez Skater aus der Schweiz behauptet hatte, nicht zu stoppen. Die einseitige Partie ging mit 8:2 an den Vorjahressieger.

Das Feld war damit bestellt für das Rematch gegen Rossemaison. Obwohl nur zu Gast, durften die Adler auf große Unterstützung von der Tribüne bauen, denn im Halbfinale hatten sich die Mustangs mit 2:1 gegen das Team der Gastgeber behauptet. „Und die beiden Vereine verbindet eine ganz besondere Freundschaft, wie sie bei uns im Fußball nur zwischen Dortmund und Schalke existiert“, erklärte Otten schmunzelnd. Angefeuert von gut der Hälfte der rund 500 Zuschauer zeigten die Eagles, warum sie nicht nur in Deutschland seit Jahren das Maß der Dinge sind. Otten: „Enorm hohes Tempo, starkes Zweikampfverhalten und eine konsequente Chancenverwertung ebneten den Weg zum klaren Erfolg.“

Das Finale war gerade mal 66 Sekunden alt, da eröffnete der Bundesliga erfahrene Lennart Otten den Torreigen. Noch vor der Halbzeitpause erhöhten die von Lennart Otten bedienten Jan Wrede (2) und Tim-Niklas Wolff auf 4:0. Auch nach Wiederbeginn kannten die Jungs aus dem Rhein-Kreus Neuss kein Pardon. Während Goalie Falk Schumacher die wenigen Schüsse auf seinen Kasten locker entschärfte, trafen seine Teamkollegen vorne weiter nach Herzenslust: Jan Wrede markierte das 5:0, Lennart Otten machte das halbe Dutzend voll und wiederum Wrede sorgte für den 7:0-Endstand. Ein Auftritt, der auch Christian Bourgnon im Tor der Schweizer Respekt abforderte: „Das war eine Demonstration.“

In seiner Funktion als Vorsitzender machte sich Georg Otten schon kurz nach der Siegerehrung daran, diesen nicht ganz unerwarteten Triumph einzuordnen: „Eine Titelverteidigung ist immer etwas Außergewöhnliches, da sie die Bestätigung guter Arbeit und nicht das Ergebnis glücklicher Fügung ist.“ Langsam wird es eng im Vitrinenschrank daheim, ging der Europapokal in dieser Altersklasse doch zum vierten Mal in Folge nach Kaarst.