Cosima Clotten aus Neuss empfiehlt sich für die U23-WM im Rudern

Rudern : Cosima Clotten empfiehlt sich für die U23-WM

In Hamburg bringen sich die Neusser Benjamin Nelles und Johannes Neubauer für die Ruder-EM in Griechenland in Position.

In Hamburg ging es für alle ambitionierten U23-Ruderer in die Vollen – auf dem Programm stand der letzte zentrale Test vor den Deutschen Meisterschaften: die Kleinbootüberprüfung des DRV. Zunächst mussten die Skuller in den Einer und die Riemenruderer in den Zweier ohne Steuermann. Am Tag darauf setzten die Bundestrainer Doppelzweier (für die Skuller) und „Vierer ohne“ (für die Riemenruderer) zusammen.

Der Neusser Ruderverein war mit zwei Booten vertreten: Cosima Clotten stellte sich im leichten Frauen-Einer der nationalen Konkurrenz, Benjamin Nelles und Johannes Neubauer gingen im leichten Männer-Zweier ohne Steuermann an den Start. Vor allem Cosima Clotten unterstrich in der Hansestadt ihre dominante Stellung: Sowohl im Vorlauf als auch im Finale ließ sie keine Zweifel aufkommen, dass sie die schnellste (leichte) Skullerin im U23-Bereich ist. Im A-Finale distanzierte die ehemalige NGZ-Sportlerin des Monats in 7:43,91 Minuten sogar die EM- und WM-Teilnehmerinnen Luise Asmussen (Vegesacker RV) und Johanna Reichardt (SC DHfK Leipzig) deutlich. Damit bestätigte sie ihre Leistungen von den Deutschen Kleinbootmeisterschaften in Köln, wo sie als einzige U23-Ruderin das A-Finale erreicht hatte. Am zweiten Wettkampftag setzte sie sich mit Luise Asmussen auch im Doppelzweier durch. Schon vor zwei Wochen auf der internationalen Regatta in Duisburg hatten die beiden den schnellsten U23-Doppelzweier gebildet. „Mit diesen Leistungen jetzt in Hamburg und ihren Vorleistungen der bisherigen Saison geht an Cosimas Nominierung für die U23-WM in Florida eigentlich kein Weg vorbei“, stellte der beim Neusser Ruderverein für die Pressearbeit zuständige Bernhard Spanke fest.

Benjamin Nelles und Johannes Neubauer zeigten im Zweier ebenfalls stabile Form: Nach ihrem klaren Vorlaufsieg mussten sie sich im A-Finale nur den WM-Teilnehmern des vergangenen Jahres in dieser Bootsgattung (Sprossmann/Wagner von der RG RR ETuF Essen/RC Hansa Dortmund) geschlagen geben. Gemeinsam beherrschten sie daraufhin das Rennen der „Vierer ohne“. Da bei den Weltmeisterschaften für die Leichtgewichte nur der „Zweier ohne“ im Programm steht, werden dafür aller Voraussicht nach Sprossmann/Wagner das Ticket lösen. Aber die beiden starken Jungs aus Neuss  könnten für den „Zweier ohne“ bei den Europameisterschaften in Griechenland berücksichtigt werden.

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