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Korschenbroich: City soll attraktiver werden

Korschenbroich : City soll attraktiver werden

Korschenbroich Der Wunsch nach einem zentralen Rathaus und nach einer besseren Verknüpfung der gewachsenen Ortsmitte mit dem Matthias-Hoeren-Platz wurde am Donnerstag Abend im Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung und Denkmalpflege in konkrete Bausteine gefasst.

Korschenbroich Der Wunsch nach einem zentralen Rathaus und nach einer besseren Verknüpfung der gewachsenen Ortsmitte mit dem Matthias-Hoeren-Platz wurde am Donnerstag Abend im Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung und Denkmalpflege in konkrete Bausteine gefasst.

Bernd Michael Wegmann vom gleichnamigen Essener Planungsbüro präsentierte der Politik das von der Stadtverwaltung in Auftrag gegebene Innenstadtkonzept. Als Grundlage für die schon recht konkreten, städtebaulichen Überlegungen hatte Wegmann das überarbeitete Einzelhandels- und Zentrenkonzept der BBE Unternehmensberatung Köln genommen.

Bauliche Ergänzungen im Bereich der Sebastianusstraße waren in dem Nutzungskonzept ebenso aufgeführt wie die Aktivierung des Hannen-Centers, die Verbesserung der Ecksituation Arndtstraße/Hindenburgstraße, eine mögliche Verkleinerung des Gymnasiums sowie die Bauwünsche der Kirchengemeinde St. Andreas.

Während Ansgar Heveling (CDU) von interessanten Impulsen sprach, übte Albert Richter für die SPD massive Kritik: "Hier wird in einer schwierigen Finanzlage der Stadt überflüssig Geld herausgeschmissen." Richter erinnerte in dem Zusammenhang an die Ideen des früheren Stadtdirektors Willi Esser und an den damaligen Stadtbaurat Rainer Gleß.

"Das Gleß-Konzept war ein vorzügliches Konzept." Und was Richter dabei am meisten fuchste, viele Ansätze des damaligen Stadtbaurates und heutigen Technischen Beigeordneten der Stadt St. Augustin hatte er in der Wegmann-Vorstellung wiedergefunden. Bürgermeister Heinz Josef Dick versuchte die SPD-Vorwürfe zu entkräften, indem er daran erinnerte: "Die Gleß-Pläne sind zehn Jahre alt, in der Zeit hat sich hier viel verändert."

Zudem merkte Dick weiter an: "Das, was uns heute hier vorgestellt wurde, ist eine Machbarkeitsstudie, mehr ist es nicht und mehr war auch nicht gewollt." Für den Herbst kündigte Dick dann auch Alternativmöglichkeiten - speziell für die Sebastianusstraße - an.

Im Gegensatz zur bisherigen Rahmenplanung für die Innenstadt, die prinzipiell einen ganzheitlichen Ansatz verfolgte, hatte das Essener Planungsbüro die konzeptionellen Ansätze in Form von Bausteinen zusammengestellt.

Der dickste Brocken war zweifelsohne der Rathausumbau, dem Bernd Michael Wegmann einen "Magnetbetrieb" mit einer Bruttogeschossfläche von 800 Quadratmetern vorschalten möchte. Aus seiner Sicht bietet sich dafür eine Teilfläche des bisherigen Parkplatzes an.

Die angestrebte Zentralisierung der Verwaltung will Wegmann durch einen Neubau - zwischen dem bisherigen Verwaltungstrakt und dem Gymnasium - realisieren. Orientiert man sich beim Rathausneubau an der bisherigen Höhe des Verwaltungsgebäudes, sieht Wegmann die Chance, ein offenes Garagengeschoss mit 60 Stellplätzen zu errichten.

Und auch das Interesse der Kirchengemeinde St. Andreas, im Bereich des Kirchplatzes städtebaulich etwas zu bewegen, hatte der Stadtplaner in seine Überlegungen mit einbezogen. Ob Altenheim oder Ladenlokal, nach Anregung Wegmanns sollte der Platz-Charakter unterstrichen und eine Außengastronomie vorgemerkt werden. Dass der Wochenmarkt zwischenzeitlich auf dem Kirchplatz aufgebaut wird, stellte Wegmann lobend heraus. "Diesen Vorschlag hätten wir Ihnen heute auch gemacht, wenn Sie diese Idee nicht selbst gehabt hätten."

(NGZ)