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Skaterhockey: Chiefs wollen sich deutlich steigern

Skaterhockey : Chiefs wollen sich deutlich steigern

Rang vier und damit das Heimrecht in der ersten Play-off-Runde soll es für Skaterhockey-Bundesligist SV Uedesheim Chiefs am Ende der Saison sein. Zum Auftakt empfangen die Neusser am Sonntag ab 16 Uhr die Bissendorfer Panther.

Für die Uedesheim Chiefs scheint in der Skaterhockey-Bundesliga in dieser Spielzeit alles möglich zu sein. Teammanager Peter Lehmann gibt als Saisonziel ehrgeizig den vierten Platz aus. Der würde Uedesheim das ersehnte Heimrecht in der ersten Play-off-Runde einbringen. Genauso könnte es aber auch andersrum kommen. Die Liga scheint ausgeglichener denn je, zudem präsentierten die Chiefs sich in der Vorbereitung alles andere als unverwundbar.

Für Trainer Wolfgang Hellwig könnte daher schon das morgige Auftaktmatch gegen die Bissendorfer Panther (16 Uhr im Chiefs Garden) eine ganz entscheidende Rolle spielen: "Unser Auftaktprogramm ist ähnlich hart wie im letzten Jahr, die Favoritenrolle liegt sicher nicht bei uns. Wir müssen aber schauen, dass wir jetzt mehr Punkte machen." Im Vorjahr stand nach drei Spielen erst ein Zähler auf der Habenseite, der Zug in die Spitzengruppe war damit schon früh abgefahren. Am Ende kamen die Chiefs als Siebter zwar in die Play-offs, scheiterten dort aber prompt am späteren Deutschen Meister TV Augsburg.

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Ebenso wichtig wie ein guter Start wird für die Chiefs eine verbesserte Heimbilanz sein. Denn in Zukunft wird die auf diesem Niveau ohnehin nur schwer zu toppenden Reisestrapazen weiter zunehmen: Die Lokalrivalen aus Kaarst und Düsseldorf stiegen ab, neu sind dafür die nicht gerade um die Ecke spielenden Bremerhaven Whales und Rostocker Nasenbären. Nur fünf von elf Spielen gewann Uedesheim zu Hause, das muss besser werden, wenn es zu Rang vier reichen soll. "Da waren auch viele enge Spiele bei, die nur Unentschieden endeten. Oft hat uns nur ganz wenig zum Sieg gefehlt", sagt Lehmann. In der Vorsaison spielte niemand öfter Remis als die Chiefs (sechsmal). Das veränderte Punktesystem könnte ihnen zugute kommen (siehe Infokasten).

Die Vorbereitung lief durchwachsen, jüngst sorgte die 5:6-Pleite beim Zweitligisten Velbert für einen Dämpfer. "Einige Spieler müssen sich um 50 bis 70 Prozent steigern", sagt Hellwig.

Im Kader hat es einige Veränderungen gegeben: Aus Kaarst kamen Keeper Dario Khazaei und David Walczok. Der war als Verteidiger bester Torschütze der Crash Eagles und hat in Lehmann einen Fan gefunden: "Ich halte sehr viel von David, er könnte eine entscheidende Verstärkung sein." Aus Assenheim kommt Nationalspieler Marcel Patejdl. "Die Anlagen sind da, er muss sich aber noch steigern", findet Lehmann. Ergänzungen sind Dennis Keller (Bockum), Jerome Bonin und Raphael Scheu (beide Düsseldorf). Routinier Tim Schmitz zog es nach Velbert, Christoph Clemens ging nach Duisburg und Benny Aumann nach Düsseldorf.

Kapitän Marcel Mörsch (35) will nach einer Seuchensaison noch einmal durchstarten. "Wenn er sich auf seine Rolle konzentriert, ist er immer noch schwer zu ersetzen", glaubt Lehmann. Gleiches gilt für Robert Linke, dessen Wohnort Bad Wörishofen immerhin fast 600 Kilometer von Uedesheim trennen.

(NGZ/ac)