Skaterhockey : Chiefs holen Derbysieg

Skaterhockey: Beim Bundesligaauftakt gegen die Crash Eagles Kaarst setzen sich die Uedesheim Chiefs erst im Penalty-Schießen durch.

"Das war ein hochinteressantes Derby", so lautete das Fazit von Marcel Mörsch, dem Trainer der Uedesheim Chiefs, nach dem 2:1-Sieg im Penaltyschießen (8:8 nach regulärer Spielzeit) gegen die Crash Eagles aus Kaarst. In der Tat ließ die umkämpfte Begegnung zum Saisonstart in die Skaterhockey-Bundesliga keine Wünsche offen.

Durchaus überraschend spielte sich Kaarst, die sportlich in der vergangenen Saison eigentlich abgestiegen sind, durch den Rückzug vom IHC Atting aber weiter erstklassig bleiben durften, im ersten Drittel eine 3:1-Führung heraus. "Diese klare Führung hätten wir selbst so nicht erwartet", sagte Volker Evertz, der neue Trainer der Crash Eagles, bei denen mit Gabriel Hildebrand und Richard Steffen zwei wichtige Spieler fehlten. Doch die Uedesheim Chiefs, Pokalsieger von 2013, steigerten sich fortan. Zum Ende des zweiten Drittels stand es 5:5.

Im letzten Spielabschnitt schien es erst so, als ob Kaarst sich den Sieg sichern würde. Immerhin zogen die Crash Eagles innerhalb weniger Minuten bis auf 8:5 davon. Vor allem Thimo Dietrich beschäftigte Chiefs-Torwart Malte Rütten ständig und feuerte einen Schuss nach dem anderen ab. Mit einer fulminanten Aufholjagd in den letzten Spielminuten und den Treffern von Jakob Matzken, Robert Eefting und Stephan Kreuzmann retteten sich die Uedesheimer jedoch noch ins Penalty-Schießen.

Kreuzmann war es auch, der schlussendlich zum Matchwinner werden sollte. Der Abwehrmann rief dem Kaarster Torwart Philipp Inger nach seinem Treffer zu: "Einen mach ich noch". Gesagt - getan: Er war es, der bei dem entscheidenden Penalty die Nerven bewahrte, den Keeper ausguckte und zum 9:8 verwandelte. So ging der Derbysieg nach Uedesheim. Zuvor hatten für Kaarst Roy Lindner und für Uedesheim Tim Schmitz getroffen. Für die Chiefs vergaben: Matzken, und Dennis Kobe. Bei den Crash Eagles scheiterten Dietrich, Pascal Mackenstein sowie Max Bleyer.

"Das Positivste war, dass wir trotz der klaren Rückstände nicht aufgesteckt haben. Wir haben das Spiel dominiert, aber durch individuelle Fehler immer wieder Tore kassiert. Vom Spielverlauf her sind wir mit diesen zwei Punkten zufrieden", so Mörsch, der vor allem die "herausragende dritte Reihe" lobte.

Sein Gegenüber haderte etwasmit dem Ergebnis, war jedoch trotzdem zufrieden: "Entscheidend war die fehlende Cleverness meiner jungen Mannschaft. Wir sind mit vier Juniorenspielern angetreten. Am Ende konnte man sehen, dass Uedesheim einige erfahrene Eishockeyspieler in seinen Reihen hat und dann auch das Glück auf ihrer Seite war. Dennoch sind wir mit der Mannschaftsleistung zufrieden. Darauf können wir aufbauen", so Evertz.

(NGZ)