Tennis : BW Neuss bleibt in Erfolgsspur

Seinem Saisonziel Nicht-Abstieg ist Tennis-Bundesligist Blau-Weiss Neuss einen erheblichen Schritt näher gekommen: Mit dem 5:1 bei Aufsteiger SV Wacker Burghausen gelang gestern der zweite Saisonsieg.

Jetzt hat es auch Jesse Huta Galung erwischt: Im sechsten Saisonspiel kassierte der niederländische Tennisprofi in Diensten des TC Blau-Weiss Neuss gestern mit dem 1:6, 6:4, 5:10 gegen den einstmals auch in Neusser Diensten stehenden Österreicher Johannes Ager seine erste Niederlage.

Doch das persönliche Schicksal des 26-Jährigen geriet gestern zur Nebensache beim Bundesliga-Rekordmeister: Der feierte mit dem 5:1 bei Aufsteiger SV Wacker Burghausen seinen zweiten Saisonsieg und darf nach nun drei Partien ohne Niederlage in Folge verstärkt darauf hoffen, sein Saisonziel Nicht-Abstieg zu erreichen. Der Vorsprung auf die beiden Tabellenplätze, die aller Voraussicht nach in die Zweite Liga führen, beträgt drei Spieltage vor Saisonende drei Punkte.

Zu verdanken hatten die Neusser den zumindest in dieser Deutlichkeit nicht erwarteten Sieg zwei Dingen. Zum einen ihrem argentinischen Spitzenspieler Federico Del Bonis, der beim 6:2, 6:4 gegen den Russen Igor Andreev "ein Klassematch" zeigte, wie BW-Teammanager Marc Raffel den 21-Jährigen lobte.

Und zum anderen der Tatsache, dass die Blau-Weissen im sechsten Anlauf endlich ihren "Doppelfluch" besiegten. Waren sie bisher in zehn Partien gänzlich leer ausgegangen, gewannen sie gestern gleich beide Auseinandersetzungen: Del Bonis und Gerard Granollers-Pujol leisteten sich gegen Andreev und Herbert Wiltschnig zwar im zweiten Satz einen "mentalen Aussetzer" (Raffel), brachten ihr Doppel aber mit 6:3, 1:6, 10:6 ebenso nach Hause wie Jesse Huta Galung und Stefan Seifert das ihrige (6:4, 6:4 gegen Johannes Ager und Christian Magg).

Raffel hatte daraufhin gut lachen: "Heute sind gleich zwei Serien gerissen: die Siegesserie von Jesse und die Negativserie unserer Doppel." Huta Galung fand gegen den Ex-Neusser Johannes Ager nicht das richtige Rezept, gab den ersten Satz mit 1:6 ab. In Durchgang zwei steigerte sich der Niederländer zwar zum 6:4-Satzgewinn, doch im Champions-Tiebreak (5:10) hatte er nichts mehr zuzusetzen.

Blau-Weiss konnte das "gegen die nicht mit ihrer allerbesten Mannschaft" (Raffel) angetretenen Burghausener verschmerzen: Stefan Seifert zeigte beim 6:1, 6:2 gegen Herbert Wiltschnig, dass er endgültig in der Bundesliga angekommen ist. Und Gerard Granollers-Pujol biss sich gegen den in Burghausens Kaderliste nur an Position 13 gelisteten Österreicher Christian Magg mit 6:4, 6:7 und 10:2 durch.

(NGZ/url)