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Fußball: BV Weckhoven sorgt für großen Unmut

Fußball : BV Weckhoven sorgt für großen Unmut

Inzwischen hat sich Michael Odenthal wieder etwas beruhigt, doch auf den Lokalrivalen BV Weckhoven hat der Geschäftsführer der DJK Gnadental immer noch einen mächtigen Hals. Denn weil die Fußballer des Ortsnachbarn am vergangenen Sonntag nicht zum Match der Kreisliga A am Nixhütter Weg erschienen waren, fiel die geplante Aufstiegsfeier der Gastgeber ziemlich ins Wasser. Odenthal: "Das Spiel war angesetzt und die sind einfach nicht gekommen – ohne zeitnah Bescheid zu sagen."

In Weckhoven sieht man die Sache freilich komplett anders. "Die Gnadentaler wussten genau, dass wir nicht spielen konnten, weil wir am Sonntag keine Mannschaft hatten", will Fußball-Abteilungsleiter Friedhelm Urbanik festgehalten wissen. Viele der tief im Ort verwurzelten Spieler seien am Wochenende in die Feiern zum 100-jährigen Bestehen der Hubertusschützen eingebunden gewesen, fährt Urbanik erklärend fort. Aus diesem Grund habe der Verein bereits frühzeitig eine Spielverlegung beantragt. Warum die Partie dann doch am Sonntag (15. Mai) und nicht am wie im Spielplan ursprünglich ausgewiesenen Donnerstag (12. Mai) ausgetragen werden sollte, war bislang nicht zu ermitteln, weil sich Staffelleiter Herbert Schumacher zurzeit im Urlaub befindet.

In zwei Wochen könnte die bereits abgestiegene Truppe von Trainer Frank Förster, der auch in der Kreisliga B weitermacht, erneut für Verdruss sorgen. Denn auch am letzten Spieltag werde der BV keine wettbewerbsfähige Mannschaft auf die Beine stellen können, kündigt Urbanik schon jetzt an: "Da ist in Weckhoven nämlich Schützenfest." Den Schwarzen Peter schiebt der Verein in diesem Fall dem Verband zu. Urbanik: "Wir wollen, aber wir dürfen das Spiel ja nicht verlegen." Das bestätigt der für den Kreis 5 im Verbandsfußballausschuss sitzende Reinhold Dohmen. "Um jede Wettbewerbsverzerrung möglichst auszuschließen, dürfen am letzten Spieltag Spiele, die für Aufstieg oder Abstieg entscheidend sind, nicht verlegt werden."

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Das Dilemma: Weckhoven trifft im Saisonfinale auf die ebenso wie Weißenberg, PSV Neuss II und Zons noch mitten im Abstiegskampf stehende DJK Hoisten. Die ist punktgleich mit dem SV Bedburdyck/Gierath und könnte sich somit ohne allzu große Mühe retten. "Das wäre die absolute Wettbewerbsverzerrung", schimpft SV-Trainer Elmar Wolf darum: "Das sind Erzfeinde! Weckhoven würde sich in diesem Spiel normalerweise noch mal richtig reinknien."

(NGZ)