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Korschenbroich: Buretheater feiert mit Stück von 1988

Korschenbroich : Buretheater feiert mit Stück von 1988

Mit dem Stück "König Köbes I." hat 1988 alles angefangen. Seither bringt das Glehner Buretheater alle zwei Jahre unterhaltsame Schauspiele auf die Bühne. Zum 25-jährigen Bestehen wird jetzt noch einmal das erste Stück gezeigt.

Es war unausweichlich, dass König Köbes endlich wieder mal in Glehn vorbeischaut. Denn der Mann hat Spuren hinterlassen. "König Köbes I." — mit diesem Stück begann vor 25 Jahren die Erfolgsgeschichte des Glehner Buretheaters. Ein Vierteljahrhundert später holen die Hobby-Schauspieler, die sich dank ihrer hervorragenden Leistungen längst einen Namen weit über die Korschenbroicher Stadtgrenzen hinaus gemacht haben, das alte Stück wieder raus. Martina Heuser, Vorsitzende und Spielleiterin des Buretheaters, freut sich schon mächtig drauf. "Zum Jubiläum passt das Stück perfekt", sagt sie. Und erinnert sich daran, wie es damals war, vor 25 Jahren, als die Glehner ihre Leidenschaft fürs Theaterspielen entdeckten.

Aus der Taufe gehoben wurde die Idee zum Buretheater auf einer Geburtstagsfeier. "Hans-Peter Menzen rührte damals die Werbetrommel fürs Theaterspielen", sagt Heuser. "Und er konnte schnell begeistern." Mit eben jenem "König Köbes I." war rasch ein Stück gefunden. Es wurde fleißig geprobt, und bei der Aufführung wich das Lampenfieber rasch der Überzeugung "Et hät noch immer jot jejange". Und wie es gut gegangen ist! Eine Handvoll Vorstellungen wie zu Beginn reicht längst nicht mehr aus, um alle Freunde des Buretheaters zufriedenzustellen. Für das Jubiläumsstück sind 23 Aufführungen angesetzt. Kein Pappenstiel für die Schauspieler.

Deshalb muss auch professionell geprobt werden. Los geht's im März mit einer ersten Lesung des Stückes. Denn natürlich haben die Glehner wieder viel Lokalkolorit einfließen lassen — so wie stets. Noch heute erinnern sie sich in Glehn daran, wie das Buretheater die charmante Aufforderung "Jetzt seid doch mal ruhig" in eines ihrer Stücke aufnahm. "Diesen Satz hatte der damalige Schützen-Präsident August Heinemann bei einer Versammlung zu den Schützen gesagt, als es während einer Ansprache etwas laut im Zelt wurde", sagt Heuser. Als das Buretheater den Satz brachte, verstand das Publikum die Anspielung prompt. "Das kam gut an", erinnert sich Heuser.

Die Lesung des Textes ist natürlich nur der erste Schritt in Richtung Bühnenreife. "Im Mai starten die richtigen Proben", betont Heuser. Fortan ist dann Disziplin gefragt: Zweimal die Woche arbeitet das mehr als 50 Mitglieder — darunter zwölf Darsteller — zählende Glehner Buretheater dann im Frangensaal am Stück. Der Kartenvorverkauf startet am Donnerstag, 3. Oktober. Vom 25. Oktober bis 15. Februar wird das Stück dann im Frangensaal gezeigt. Und Martina Heuser ist sicher, dass dabei auch jede Menge Erinnerungen hochkommen. "Aus der Ur-Besetzung von 1988 sind nur noch vier Mitglieder dabei", sagt sie. "Natürlich denken wir im Jubiläumsjahr auch häufig an die Weggefährten, die uns verlassen haben oder verstorben sind."

(NGZ/ac)