Bundesliga-Nachwuchs des TSV Bayer Dormagen verliert in Flensburg

Jugendhandball : Einordnung der Niederlage fällt Trainer Jamal Naji schwer

Nachwuchs des TSV Bayer Dormagen verliert zum ersten Mal in dieser Saison.

(NGZ) Nach einer Partie auf Augenhöhe und einem spannenden Spielverlauf hat sich die A-Jugend des TSV Bayer Dormagen bei der SG Flensburg-Handewitt die erste Saisonniederlage eingefangen. Die Gastgeber setzten sich mit 35:33 (16:15) durch. Magnus Holpert sorgte sechs Sekunden vor Schluss für die Entscheidung. Auf das TSV-Team von Jamal Naji wartet jetzt am Sonntag das Heimspiel gegen die Rhein Neckar Löwen (17 Uhr).

So richtig einordnen konnte Jamal Naji das erste Spiel des Jahres kurz nach dem Abpfiff noch nicht: „Obwohl wir nur einen dünnen Kader zur Verfügung hatten, waren wir nah dran an einem Erfolg.“ Zu Beginn zeichnete sich das noch nicht ab. Da führten die Gastgeber mehrfach mit drei Treffern (7:4, 9.), 12:9 (19.). In dieser Phase hielt vor allem Torwart Moritz Wiese sein Team im Match. Nach einer Steigerung im Angriff drehten die Gäste die Begegnung in der 22. Minute dank eines Doppelschlags von David Jurisic und der 14:13-Führung durch den mit insgesamt elf Toren erfolgreichsten Werfer Carlos Marquis. „Doch leider hatten wir im Angriff keine Linie, guten Abschnitten folgten schwächere“, bemängelte Naji. In die zweite Hälfte kam der TSV zunächst gut hinein, musste Flensburg aber wieder mit drei Toren (21:18) davonziehen lassen. Dann wurde es etwas ruhiger in der mit 125 Zuschauern besetzten Wikinghalle: Nach einem 5:0-Lauf innerhalb von dreieinhalb Minuten lagen die Rheinländer plötzlich mit 23:21 vorne. Die Umstellung von der 6:0- auf eine 3:2:1-Deckungsreihe hatte die Norddeutschen offenbar überrascht. Nach der Auszeit kam die SG aber wieder mit vier Treffern in Folge zurück. Doppeltreffer von Tim Mast und dem Ex-Flensburger Christian Wilhelm ließen neue Hoffnung auf etwas Zählbares aufkommen. Ein unglücklicher Abschluss verhinderte aber die erste Drei-Tore-Führung: Der Wurf aufs leere Flensburger Tor von der Mittellinie aus landete am Pfosten.

Konnte sich Magnus Holpert lange nicht wie gewohnt entfalten, so erzielte der Sohn von Flensburgs Torwartlegende Jan Holpert in der Schlussphase drei der fünf SG-Treffer und war auch verantwortlich für das letzte Tor der Partie: Sechs Sekunden vor dem Abpfiff machte der Rückraumwerfer alles klar. „Jetzt freuen wir uns auf das Spiel gegen die Rhein Neckar Löwen“, blickte Jamal Naji schon auf die nächste Aufgabe in der Meisterrunde der Jugend-Bundesliga.