Jüchen : Bürgerstiftung sammelt Ideen

Die Bürgerstiftung will die Zusammenarbeit mit Vereinen verstärken, Impulse für neue Projekte geben und auch Bürger mehr einbeziehen. Beim Sommerfest am Sonntag befragt das Vorstandsteam die Jüchener nach ihren Ideen.

Die Meinung der Jüchener ist gefragt beim Sommerfest des Werberings am Sonntag. Die Bürgerstiftung Jüchen befragt am Stand auf dem Marktplatz von 11 bis 17 Uhr die Besucher nach ihren Wünschen und Ideen für Jüchen. Die Stiftung will verstärkt auf Bürger zugehen, um zu erfahren, welche Verbesserungen sie wünschen. Daraus könnte ein ,Ideenpool' entstehen, der in den nächsten Jahren abgearbeitet werden soll", erklärt Karlheinz Engels, Vorsitzender der Bürgerstiftung.

Die 2008 gegründete Stiftung will Projekte etwa in der Jugend- und Seniorenarbeit, im kulturellen und sozialen Bereich fördern. Klar ist, dass sie nicht alle Projekte aus einem größeren Ideenpool allein realisieren kann: "Dafür ist unsere Mannschaft zu klein. Wir wollen nicht nur selbst Projekte realisieren, sondern verstehen uns als Impulsgeber. Denkbar ist beispielsweise, dass wir mit Vereinen zusammen ein Projekt planen", sagt Engels. "Deshalb nehmen wir zurzeit mit Vereinen und Organisationen Kontakt auf. Wir haben mit dem Netzwerk Jüchen gesprochen und nun einen Termin mit der MIT, der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU, vereinbart."

Beispiele für Kooperation gibt's bereits. Bei der WeihnachtsWunschbaumaktion für Kinder sind viele Organisationen im Boot, Und am Samstag starten Biker des Bürgerschützenvereins Gierath-Gubberath — Engels ist dessen Präsident — zur Motorradtour durch Eifel und Ardennen. Das Startgeld kommt — von einem Sponsor aufgestockt — der Bürgerstiftung zugute.

Auch sonst forciert die 2008 gegründete Stiftung ihre Öffentlichkeitsarbeit, sucht Kontakt zu Bürgern. "Viele Jüchener kennen uns von einzelnen Aktionen, kennen aber unsere Ziele nicht genau", so Engels. Vor einigen Monaten wurde in Bedburdyck die Geschäftsstelle eröffnet, eine Buchtauschbörse bietet dort einen weiteren Anreiz für einen Besuch — eine gute Gelegenheit, über die Arbeit der Stiftung zu informieren. Schließlich benötigt die auch Geld: "Unser Stiftungskapital ist 2011 um 8000 auf 62 000 Euro angewachsen. Aber wir brauchen mehr, um angesichts der derzeit niedrigen Zinsen größere Projekte zu unterstützen", sagt Engels.

Ein weiteres Vorhaben: Neben dem bundesweit vergebenen Bürgerpreis plant die Stiftung einen eigenen Preis, mit dem Ehrenamtler ausgezeichnet werden sollen. "Bürgerschaftliches Engagement wird immer wichtiger, denn die Kassen der Kommunen sind leer."

(NGZ/rl)