1. NRW
  2. Städte
  3. Rhein-Kreis
  4. Sport im Rhein-Kreis

Jüchen: Bürgerstiftung Jüchen sucht Stifter

Jüchen : Bürgerstiftung Jüchen sucht Stifter

Einen Euro in das dicke rote Sparschwein: Das wünschen sich die Aktiven der Bürgerstiftung Jüchen am liebsten von jedem Jüchener – oder auch mehr. "Wir wollen beim Stiftungsmarathon neue Unterstützer finden", sagt Vorstandsmitglied Andrea Waßenberg (44). Alle Bürgerstiftungen des Rhein-Kreises Neuss treten bis 15. Oktober in Konkurrenz beim "Zustiftungsmarathon": Wer – in Relation zur Einwohnerzahl – das meiste Geld sammelt, wird zusätzlich von der Sparkasse mit einem Preis belohnt.

Wünsche der Jüchener sammeln

Allerdings: Es geht nicht nur ums Geld. "Die Bürgerstiftung ist seit der Weihnachtswunschbaum-Aktion für die meisten Jüchener eine bekannte Größe", weißt Vorsitzender Bernd Käsmacher (63). "Jetzt möchten wir aber auch die Wünsche der Jüchener an die Stiftung kennen." Sie können in den drei Sammelstellen – die Sparkassen Jüchen, Bedburdyck und Hochneukirch – Projekte vorschlagen, die die Stiftung unterstützen könnte.

Beispiele des bisherigen Engagements: Die "Bundspechte" wurden 2009 mit dem Bürgerpreis Jüchen ausgezeichnet und dann auch beim weiteren Wettbewerb unterstützt: Sie siegten auf Landesebene. Auch eine Konzertreise der Aldenhovener Fagottistin Heide Gottschall wurde gefördert. 2010 wurde die erste Weihnachtswunschbaumaktion für Kinder aus sozial schwachen Familien organisiert. "Diese Aktion wollen wir mit einem zweiten Standort in Bedburdyck ausbauen und mit den lokalen Kindergärten zusammenarbeiten, um die Mädchen und Jungen zu erreichen", sagt Andrea Waßenberg.

Ein Problem könnte bald gelöst werden: "Seit unserer Gründung suchen wir Büroräume für Verwaltungsarbeit und für Gespräche", erläutert Bernd Käsmacher. Durch die Unterstützung der Sparkasse können bald Räume im alten Gemeindehaus in Bedburdyck unentgeltlich genutzt werden. In wenigen Wochen soll die Anlaufstelle der Bürgerstiftung eröffnet werden. "Öffnungszeiten müssen wir noch organisieren", so Stiftungssprecherin Annette van Dorp.

(NGZ)