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Korschenbroich: Bürgermeister Heinz Josef Dick warnt vor erneuter Schuldiskussion

Korschenbroich : Bürgermeister Heinz Josef Dick warnt vor erneuter Schuldiskussion

Die Anmeldezahlen für das kommende Schuljahr an den weiterführenden Schulen sehen gar nicht schlecht aus: Das Gymnasium startet vierzügig mit voraussichtlich 112 Schülern, die Realschule bildet mit 66 Schülern drei Eingangsklassen, die Hauptschule mit 30 Kindern eine fünfte Klasse. Werden allerdings die Zahlen der Kinder, die in diesem Sommer die Grundschule abschließen, gegenübergestellt, klafft eine Lücke von 116 Schülern, die in eine andere Stadt abwandern.

Dazu erklärte Schulamtsleiterin Michaele Messmann im Bildungsausschuss auf Nachfrage der SPD, dass sich davon 75 an einem Gymnasium angemeldet hätten, 35 an einer Gesamtschule. Von den 50 angemeldeten Kindern für die nicht zustande gekommene Sekundarschule würden 37 nach dem Sommer zur Realschule in Kleinenbroich gehen, neun zur örtlichen Hauptschule.

Wolfgang Powroslo (SPD) stellte die Frage, ob eine Gesamtschule besser sei für Korschenbroich als eine Sekundarschule, die nicht den Elternwillen fand. Er kritisierte, dass nicht auch die Anmeldung an einer Gesamtschule zur Wahl gestanden habe. Dr. Helmut Brück (FDP) entgegnete, dass 35 Korschenbroicher Kinder an Gesamtschulen in der Umgebung keinen Anlass gäben, eine neue Schulform im Ort zu etablieren. Man habe sogar mit mehr als 19 Anmeldungen an der neuen Gesamtschule in Kaarst-Büttgen gerechnet, so Bürgermeister Heinz Josef Dick, der im Ausschuss in Richtung Powroslo, der nahezu auf verlorenem Posten gegen den Rest kämpfte, eine eindringliche Warnung aussprach: "Eine solche Diskussion bringt eine permanente Unruhe in unsere Schullandschaft. Es gibt keinen Anlass nach dem Elternvotum zur Sekundarschule, eine andere Schulform einzuführen. Unsere Schulen sollen jetzt in Ruhe arbeiten dürfen."

Die Eltern sollten die Vielfalt im Schulsystem nutzen, so Dick. Dazu gehöre auch eine gesunde Konkurrenz aus den Nachbarstädten. Natürlich sei eine seit 25 Jahren etablierte Gesamtschule anders zu bewerten als eine neue Sekundarschule, aber wenn man keine 75 Anmeldungen für die Sekundarschule erzielt, sei es sehr spekulativ, dass für eine Gesamtschule die erforderlichen 100 Anmeldungen zusammenkommen würden.

(NGZ/ac)