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Korschenbroich: Bürgerbüro zieht später um

Korschenbroich : Bürgerbüro zieht später um

Den Jahresrückblick verband Bürgermeister Dick gestern mit einem Ausblick auf 2012. Auch wenn sich der Umbau verzögert und das Bürgerbüro erst im Februar umzieht, ist er guter Dinge: "Der Weg fürs zentrale Rathaus ist frei."

Seit Wochen geben die Handwerker im Verwaltungsgebäude an der Sebastianusstraße den Ton an. Dort, wo früher die Poststelle war, soll das Bürgerbüro einziehen. Doch das wird noch einige Wochen dauern. "Vor Mitte Februar wird das nichts geben", stellte Bürgermeister Heinz Josef Dick gestern bei der Bilanzpressekonferenz gelassen fest. Für ihn ist bei allem Zeitverzug wichtig: "Der Umzug ist ein weiterer Schritt in Richtung zentrales Rathaus."

Zentrales Rathaus

Wer einen neuen Pass braucht, eine Kindergeldbescheinigung oder ein Führungszeugnis benötigt, der muss zunächst weiter das Bürgerbüro an der Hindenburgstraße 19 aufsuchen. Der Mietvertrag mit der Sparkasse Neuss läuft zum Jahresende aus. Die städtischen Mitarbeiter werden aber nicht vor die Türe gesetzt. "Wir haben den Engpass erklärt und mit dem Sparkassenvorstand eine Lösung gefunden", sagte Dick. Wann das Bürgerbüro-Team letztlich umziehen wird, konnte der Verwaltungschef gestern noch nicht sagen. "Es gab Schwierigkeiten bei der Materialanlieferung", erklärte er den Zeitverzug.

Im Rahmen der Arbeiten soll auch der Haupteingang des Hauses an die Seite verlegt werden, die dem Rathausvorplatz zugewandt ist. Besucher laufen künftig dann über den neu gestalteten Vorplatz direkt auf das Rathaus zu. Dort empfangen Verwaltungsmitarbeiter die Besucher an einer Info-Theke.

Der Umzug ist Teil eines Plans, die über mehrere Gebäude im Stadtgebiet verteilte Verwaltung stärker zu zentralisieren. Ein weiterer Baustein ist der Umbau des Gymnasium-Traktes A zu einem Technischen Rathaus in unmittelbarer Nachbarschaft des Haupthauses an der Sebastianusstraße.

Die neuen Pläne, die erst zur Monatsmitte dem Bauausschuss vom Architektenteam BHBFH Köln vorgestellt worden waren, müssen laut Fachbereichsleiter Georg Onkelbach nur noch in wenigen Bereichen modifiziert werden. "Wir überlegen noch, wie wir den künftigen Ratssaal gestalten." Der Bürgermeister sieht in einer beweglichen Glaswand den größten Nutzen. "Damit wäre der multifunktionale Charakter gewährleistet." Das Thema offene Hallendecke ist aber vom Tisch "Das ist nicht finanzierbar", so Onkelbach.

Die Zentralisierung wird von der Verwaltung mit insgesamt 3,45 Millionen Euro kalkuliert. Davon entfallen laut Stadtkämmerer Bernd Dieter Schultze allein für den Umbau des A-Gebäudes 3,1 Millionen Euro. Zudem werden für den Umzug der Eigenbetriebe "Stadtpflege" und "Abwasser" und dem Neubau des Bauhofes am Püllenweg weitere 3,75 Millionen Euro fällig. Im Gegenzug verkauft die Stadt die 8000 Quadratmeter große Fläche an der Friedrich-Ebert-Straße.

(NGZ/rl)