Fußball : Büderich begeistert WM-Frauen

Gut 2000 Zuschauer waren am Samstag beim öffentlichen Training der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft im Stadion am Eisenbrand dabei. Selbst die Spielerinnen waren höchst angetan. "Das ist grandios hier", meinte Torfrau Nadine Angerer, "damit haben wir nicht gerechnet".

Büderich Dicht gedrängt, in Dreier- und Viererreihen, standen Kinder und Erwachsene an der von Ordnern gut bewachten Barriere, um an die begehrten Autogramme der Nationalspielerinnen zu kommen. Die meisten hatten Erfolg.

Die Weltmeisterinnen suchten bei ihrem Aufenthalt am Samstag in Büderich die Nähe zum Publikum und nahmen sich nach der Trainingseinheit die Zeit für Unterschriften auf Trikots, Kappen oder eigens mitgebrachten Mannschaftspostern. Obwohl sich die DFB-Führung erst am Abend zuvor dazu entschlossen hatte, das Training in Büderich für die Öffentlichkeit freizugeben, war der Andrang groß. Die rund 900 Sitzplätze auf der Tribüne im Stadion am Eisenbrand waren bereits vor dem Eintreffen der Spielerinnen und der ersten Sonnenstrahlen besetzt. Stadion-Koordinator Thomas Feldges vom FC Büderich schätzte die Gesamtzuschauerzahl auf 2000.

Von Beginn an hatten die Besucher ihren Spaß. Mit La-Ola-Wellen und einem verspäteten Geburtstagsständchen für Annike Krahn sorgten sie auch bei den Spielerinnen auf dem Platz für gute Laune. Beim Trainingsspiel sechs gegen sechs gab es immer wieder Szenenapplaus für gelungene Aktionen und Torschüsse. Die anstrengendste Phase des Trainings fand aber zweifelsohne neben dem Platz statt, als jede Spielerin mit einem Filzstift ausgestattet die Autogrammwünsche Hunderter Kinder und auch einiger Erwachsener erfüllen sollte. "Das ist harte Arbeit, aber wir genießen es", sagte Stürmerin Fatmire Bajramaj. "Mit so viel Zuspruch haben wir nicht gerechnet, das ist grandios hier", meinte Torfrau Nadine Angerer und die Torschützin des ersten deutschen WM-Treffers, Kerstin Garefrekes, fügte hinzu, dass es unheimlich viel Spaß mache, so viel Unterstützung beim Training zu bekommen.

Auch gestern bei der DFB-Pressekonferenz gab es von Co-Trainerin Ulrike Ballweg Lob für die Zuschauer: "Die Fans waren sehr respektvoll und haben uns Mut gemacht, wir sind glücklich über diese Aktion." Vor allem die Kinder waren beeindruckt: "Cool, die mal so nah zu sehen, die haben schöne Trikots", sprudelte es aus der elfjährigen Nadine aus Meerbusch heraus. Und Thomas Feldges vom FC Büderich, der sich mit seinem Team intensiv um das öffentliche Training bemüht hatte, sah sich und alle, die daran mitgearbeitet haben, bestätigt: "Die Stimmung war super, die Arbeit hat sich gelohnt". Wie es auf der "Training Site Büderich" — so die offizielle FIFA-Bezeichnung für das Stadion am Eisenbrand — weitergeht, hängt von den Ergebnissen der nächsten Spiele ab. Gut möglich, dass die deutsche Mannschaft in Büderich noch mal für beste Fußballstimmung sorgt.

(NGZ)