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Boule: In Gnadental entfaltet der Sport aus Frankreich sein Flair.

„Faszination Boulesport“ : Boule – Vive la France in Gnadental

Das gesellige Spiel mit der kleinen Eisenkugel soll Jung und Alt faszinieren. Gemeinsames Projekt der DJK Neuss-Gnadental, der Diakonie, der TG Neuss und der Caritas Neuss.

Bei der praktischen Umsetzung kreativer Ideen ist es oft von Vorteil, sich kompetente Partner an Bord zu holen. Genau das hat Manfred Rautenbach bei der DJK Neuss-Gnadental getan, als er gemeinsam mit der Diakonie, der TG Neuss und der Caritas Neuss das Projekt „Faszination Boulesport“ ins Leben rief. „La boule“, die Kugel, kommt natürlich aus den Französischen. Grundsätzlich geht es darum, drei Eisenkugeln so nahe wie möglich an das sogenannte „Schweinchen“, eine kleine Holzkugel, zu werfen. „Das Spiel gibt es schon seit vielen Jahren“, erklärt Rautenbach. „Früher entstand die Zielkugel aus Schweineknochen. Daher wird sie heute von vielen Akteuren eben als ‘Schweinchen’ bezeichnet“.

Die Spielregeln sind einfach: Es werden gleich große Mannschaften gebildet, die dann gegeneinander spielen. Dabei ist es möglich, lediglich zu zweit zu spielen (Tête-à-Tête), in zwei Mannschaften mit insgesamt vier Personen (Doublette) und in zwei Mannschaften mit je sechs Personen (Triplette). Beim Tête-à-Tête und Doublette hantieren alle Spieler jeweils mit drei Kugeln, beim Triplette, also im Wettkampf drei gegen drei, stehen jedem Spieler nur zwei Kugeln zur Verfügung. Bevor das Spiel beginnt, wird ein kleiner Kreis auf dem Boden gezeichnet. Aus diesem müssen die Spieler nun ihre Kugeln so eng wie möglich an die kleine Holzkugel platzieren. Dabei gibt es verschiedene Wurftechniken, die angewendet werden können. Die Mannschaft, deren Kugel dem Ziel näher liegt als die der Konkurrenz, gewinnt die Runde und erhält Punkte. Das Spiel gewinnt die Mannschaft, die als erste 13 Punkte aufs Konto bringt.

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Grundsätzlich gilt: Boule kann jeder spielen, unabhängig von Alter, Körpergröße oder Sportlichkeit. „Wir freuen uns über jeden Interessierten“, sagt Rautenbach. „In der Regel gehen eher ältere Menschen dem Boulesport nach, weil dafür keine anstrengenden Bewegungen erforderlich sind.“ Die Boule-Freunde „Le Cochonnet“ vom Nixhütter Weg sind jeden Dienstag von 10 bis 12 Uhr, donnerstags ab 15 Uhr und samstags ab 14 Uhr auf der Bezirkssportanlage in Gnadental sowie jeden Mittwoch von 10 bis 12 Uhr am Bolzplatz an der Obererft im Einsatz. „Es ist schön zu sehen, dass viele Menschen kommen und ihnen das Spiel gefällt“, sagt Vinorjan Thambithurai. Der 30-Jährige arbeitet bei der Diakonie in Neuss und ist Koordinator der Initiative „Miteinander in Gnadental“. – „Gerade ältere Menschen sind oftmals nicht sehr mobil und können soziale Kontakte deshalb schwieriger pflegen. Wenn sie hier sind und gemeinsam Boule spielen, haben sie nicht nur Spaß, sondern können sich miteinander unterhalten. Darüber freuen sich alle.“

In Gnadental gibt es eine der größten Anlagen in Neuss – auf acht Bahnen können mehrere Partien gleichzeitig gespielt werden. „Wenn alles gut läuft, können wir die Anlage bald sogar um zwei weitere Bahnen erweitern“, sagt Rautenbach, der selber ein leidenschaftlicher Boulespieler ist. Auch darum würde er nur allzu gerne, weitere Mitglieder dazugewinnen. „Derzeit spielen eher ältere Leute bei uns. Aber Boule ist natürlich ein Sport, der sich sowohl an ältere als auch an junge Menschen richtet. Wir würden uns freuen, auch Jugendliche oder Rollstuhlfahrer begrüßen zu dürfen.“

Kontakt boule@djk-neuss-gnadental.de; Mobil: +49 (0) 171 176 9909.