1. NRW
  2. Städte
  3. Rhein-Kreis
  4. Sport im Rhein-Kreis

Korschenbroich: Bluthochdruck: Krank ohne Beschwerden

Korschenbroich : Bluthochdruck: Krank ohne Beschwerden

Gut 80 Besucher waren am Mittwochabend der Einladung der Deutschen Herzstiftung und der NGZ in das Kleinenbroicher Realschul-Forum gefolgt. Und sie wurden nicht enttäuscht: Die vier Referenten verstanden es bestens, in einer für den medizinischen Laien verständlichen Sprache zum aktuellen Thema "Herz unter Druck: Bluthochdruck nicht nur fürs Herz gefährlich" umfassend zu informieren und aufzuklären.

Die wichtigste Botschaft des Abends: Bluthochdruck tut nicht weh. Er kommt lautlos um die Ecke, und ist dabei nicht selten Auslöser für Schlaganfall, Herzinfarkt oder für Nierenversagen.

"Bluthochdruck hat die tückische Eigenschaft, dass er über Jahre hinweg keine Beschwerden bereitet", sprach Professor Michael Haude dann auch offen das Dilemma an. Und noch eines ist für den Chef-Kardiologen am Neusser Lukaskrankenhaus und Wissenschaftlichen Leiter der Herz-Seminare alarmierend: "Die Betroffenen fühlen sich mit ihrem Bluthochdruck über viele Jahre hinweg sogar besonders vital und leistungsstark." Während Professor Jens Encke, Chefarzt am Johanna-Etienne-Krankenhaus, den Bluthochdruck den Zuhörern als häufigste internistische Erkrankung erklärte, erläuterte Dr. Carsten Stoepel, Leitender Oberarzt am "Lukas", mögliche operative Eingriffe.

Auf die Wirkung der verschiedenen Blutdruck-Medikamente ging Dr. Frank Bernhöfft ein. Dabei sprach der niedergelassene Kardiologe aus Neuss als Ursache für Bluthochdruck neben Übergewicht auch das Rauchen, Alkoholgenuss, den Stress und eine viel zu salzige Ernährung an. Was die meisten Menschen nicht wissen: "100 Gramm Salami decken bereits 95 Prozent des täglichen Salzbedarfes eines Erwachsenen ab."

Die Herz-Seminare, die von Günter Kopp organisiert und von NGZ-Redakteurin Ruth Wiedner moderiert werden, gehen ab Januar in die nächste Runde. Dann ist das Experten-Team am 11. Januar in Büderich, am 2. Februar in Kaarst, am 29. Februar in Dormagen und am 14. März in Grevenbroich zu Gast. Alle Veranstaltungen beginnen um 17.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

(NGZ)