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Olympische Spiele: Björn Otto stiftet seine Olympiaprämie dem TSV

Olympische Spiele : Björn Otto stiftet seine Olympiaprämie dem TSV

Neuss lag sozusagen auf dem Weg zwischen der Dortmunder Helmut-Körnig-Halle, in der er am Sonntag seinen Titel als Deutscher Hallenmeister im Stabhochsprung verteidigte, und seiner Wahlheimat Köln. Doch das war nicht der Grund, weshalb Björn Otto am Montag in der Sparkasse Neuss vorbeischaute.

Sondern weil Heinz Mölder den 35-Jährigen, der am Wochenende die deutschen Farben bei den Hallen-Europameisterschaften im schwedischen Göteborg vertritt, eingeladen hatte. Das Vorstandsmitglied der Sparkasse Neuss wollte nämlich dem Olympia-Zweiten die Olympia-Prämie überreichen, die die Sparkassen-Finanzgruppe für jeden Einzelmedaillengewinner von London ausgelobt hatte.

Björn Otto, der seit 1. Januar für den ASV Köln an den Start geht, gab die 3000 Euro gleich weiter: Er stiftete sie seinem Heimatverein TSV Bayer Dormagen, dessen Trikot er dreißig Jahre lang getragen hatte – das Geld soll dort der Nachwuchsförderung in der Leichtathletik zugute kommen. "Eine schöne Geste", meinte Karl Bongers, Vorsitzender "Stiftung Sport", der ebenso wie sein Stellvertreter Jürgen Steinmetz zur Scheckübergabe gekommen war, "schließlich hat die Stiftung Björn Otto anderthalb Jahrzehnte lang unterstützt."

Otto, der in diesem Winter bereits 5,90 Meter übersprungen hat, reist als Medaillenkandidat nach Göteborg. Titelanwärter Nummer eins ist allerdings sein französischer Dauerrivale Renaud Lavillenie, der ihn im vergangenen Jahr bei allen Großereignissen – Hallen-WM, Europameisterschaft und Olympische Spiele – auf Platz zwei verwies und am Sonntag 5,94 Meter meisterte.

(NGZ)