Deutsche Leichtathletik-Hallenmeisterschaft in Dortmund: Björn Otto sprang auf den fünften Platz

Deutsche Leichtathletik-Hallenmeisterschaft in Dortmund: Björn Otto sprang auf den fünften Platz

Platz fünf für Stabhochspringer Björn Otto (TSV Bayer Dormagen) war das beste Resultat aus Sicht der Kreisvertreter bei den Deutschen Hallen-Meisterschaften der Leichtathleten in Dortmund, die nicht nur durch den Start von Dieter Baumann für Aufregung sorgten. In der ausverkauften Helmut-Körnig-Halle sorgten etwa 6000 Zuschauer für eine sehr gute Atmosphäre.

In nicht allzu guter Erinnerung dürfte Melanie Klein-Arndt vom ASC Rosellen die nationalen Hallentitelkämpfe behalten. Durchaus mit Chancen auf eine Platzierung unter den ersten Sechs im 1500-Meter-Lauf angereist, lief es für sie alles andere als nach Wunsch. Zunächst bewiesen die Kampfrichter, dass sie alles andere als gut im Bilde waren, als sie die letzte Runde nicht einläuteten und das Frauenfeld eine volle Runde (200 Meter) mehr absolvieren ließen. Nach ebenso verständlichen wie kräftigen Protesten wurde dann entschieden, alle Vorlauf-Teilnehmerinnen im Endlauf starten zu lassen.

Davon hatte Klein-Arndt allerdings wenig, fühlte sie sich doch am Samstag bereits recht schlapp. Gestern verzichtete sie dann auf den Start beim Endlauf und schonte sich für die Deutsche Crossmeisterschaft am kommenden Wochenende in Regensburg, wo der ASC Rosellen eine starke Mannschaft an den Start bringen möchte. Bester Kreisvertreter blieb in Dortmund erwartungsgemäß Björn Otto in einem gleichfalls etwas chaotischen Stabhochsprungwettbewerb, der mit Michael Stolle den nicht unerwarteten Sieger fand. Stolle meisterte 5,85 Meter und versuchte sich gar an 6,01 Metern. Hinter drei Athleten, die 5,60 Meter übersprangen, folgte Otto mit 5,50 Metern auf Platz fünf.

"Björn hat einen höheren Griff ausprobiert, um auch bessere Höhen erzielen zu können", berichtete TSV-Trainer Peter Kurowski. Otto kam allerdings mit der damit verbundenen Anlaufumstellung noch nicht gut zurecht und blieb bei 5,50 Metern hängen. Das waren allerdings immer noch zehn Zentimeter mehr als das, was sein ehemaliger Vereinskamerad Lars Börgeling schaffte, der auf dem achten Platz landete. Der Wettbewerb war erst mit einstündiger Verspätung gestartet worden, weil die Stäbe der Leverkusener Athleten im durch den Schneefall verursachten Verkehrsstau steckten.

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"Hier ging einiges daneben", berichtete Kurowski, der nach der Verletzung von Hürdensprinter Marco Haas die Vier.x.200-Meter-Staffel absagen musste. Haas zog sich beim Wechsel im Vorlauf eine Zerrung zu, daraufhin musste das Dormagen/Uerdinger Quartett passen. Immerhin hatte Haas zuvor beim Hürdensprint mit 8,17 Sekunden seine Jahresbestzeit eingestellt und sich den zwölften Platz gesichert.

Nicht so gut lief es beim noch Jugendlichen Eric Schroers, dessen 8,27 Sekunden aus dem Vorlauf nicht fürs Halbfinale reichten. Allerdings steckte dem 18-jährigen noch eine gerade erst überstandene Grippe in den Knochen. Kurowski: "Da fehlt noch die Spritzigkeit. Insgesamt bin ich mit unserem Abschneiden in Dortmund aber recht zufrieden."

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