Spiel mit Farben und Formen: Bizarres Kaleidoskop des Alltags

Spiel mit Farben und Formen : Bizarres Kaleidoskop des Alltags

Eine Sehstörung? - Nein, ein Foto. Allerdings kein gewöhnliches. Dies sind die Reaktionen, die Sylvia Kahler meist auf ihre Arbeiten erfährt. Denn sie bedient sich einer ungewöhnlichen Technik, um ihren großformatigen Werke herzustellen. Jede Arbeit besteht aus bis zur 36 Einzelfotos. Sylvia Kahlers Foto-Kompositionen sind zurzeit im Jüchener Rathaus zu sehen. NGZ-Foto: M. Reuter

Eine Sehstörung? - Nein, ein Foto. Allerdings kein gewöhnliches. Dies sind die Reaktionen, die Sylvia Kahler meist auf ihre Arbeiten erfährt. Denn sie bedient sich einer ungewöhnlichen Technik, um ihren großformatigen Werke herzustellen. Jede Arbeit besteht aus bis zur 36 Einzelfotos. Sylvia Kahlers Foto-Kompositionen sind zurzeit im Jüchener Rathaus zu sehen. NGZ-Foto: M. Reuter

Jedes Foto wird verändert, etwa durch Spiegelung. Und bis die endgültige Form eines Bildes gefunden ist, gleicht Sylvia Kahlers Tätigkeit manchmal einem Puzzle - allerdings einem, das nie langweilig wird. Überhaupt sind Fotografie und Langeweile für die 46jährige zwei absolute Gegensätze. "Ich habe bereits als Kind mit dem Fotografieren begonnen", erzählt Kahler, "und langweilig ist mir das Fotografieren noch nie geworden".

Dem kreativen Tun sie treu: Kahler studierte an der Pädagogischen Hochschule Kunst und Textiles Gestalten, ehe sie beruflich "einen anderen Weg einschlug". Seit zwei Jahren arbeitet die in Jüchen lebende Künstlerin auf ihre spezielle Art mit den Aufnahmen. "Dies hat sich eher aus Zufall ergeben, einen eigentlichen Impuls gab es nicht", erzählt die Jüchenerin. Beim Arrangieren ihrer Fotos in Alben sei ihr die Idee gekommen, diese neu zusammen zu setzen und etwa durch Spiegeln zu verändern.

So entstand ein Spiel mit Farben und Formen, dessen Ergebnisse den Betrachter immer wieder verblüffen. Und auch faszinieren, ähnlich wie es auch ein Blick durch das Kaleidoskop vermag. Grundlage für Sylvia Kahlers Fotoarbeiten sind Alltagsmotive, zum Beispiel mediterrane Architektur und Natur.

"Anfang diesen Jahres hatte ich eine Ausstellung in Hilden, im Februar 2004 werden meine Arbeiten im Kreiskrankenhaus Grevenbroich zu sehen sein", kündigt Sylvia Kahler an. "Vielleicht, so die Mutter einer elf-Jährigen Tochter, könne sie ja bald ihre Arbeit etwas intensiver fortsetzen. busch Die Ausstellung ist im Rathaus Jüchen zu sehen.

(NGZ)